Finma revidiert Grundlagen für Online-Identifizierung

Vor rund zwei Jahren hat die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) das Rundschreiben für die Video-und Online-Identifizierung in Kraft gesetzt. Seither gibt es unter anderem die Möglichkeit zur Online-Kontoeröffnung bei einer Vielzahl von Banken aber auch von jungen Fintechs wurde der Schritt begrüsst. Nun hat die Finma das Rundschreiben revidiert und führt dazu eine Anhörung bis zum 28. März durch. Denn erste Erfahrungen mit der Video- und Online-Identifizierung hätten gezeigt, dass einige Vorgaben noch nicht optimal auf den Finanzmarkt abgestimmt seien, so die Finma.
 
Die Finma sieht kein Vorgehen mittels Einmalpasswort (TAN) mehr vor, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dafür müssten neu mindestens drei zufällig ausgewählte optische Sicherheitsmerkmale der Identifizierungsdokumente überprüft werden.
 
Ausserdem verlange die Finma künftig für die Online-Identifizierung nicht mehr zwingend eine Überweisung von einer Schweizer Bank, so die Mitteilung weiter. Unter bestimmten Voraussetzungen sei auch eine Überweisung von einer Bank aus einem FAFT-Mitgliedstaat (Task Force gegen Geldwäsche) zulässig. Ein Schritt der die digitale Identifikation nach Schweizer Anforderungen nun auch über die Grenzen hinaus trägt, kommentiert 'Finews' die Regeländerung. (kjo)