Nationalbank will keine SuisseCoin

Während man sich in einigen Ländern, zum Beispiel Estland, ernsthaft Gedanken zur Einführung einer staatlichen Kryptowährung macht, wird es hierzulande in näherer Zukunft wohl keine "SwissCoin" geben. (So würde sie aber, wenn es sie je gäbe, ganz bestimmt heissen, glaubt inside-it.ch. Oder auch SuisseCoin. Oder CoinSwiss? Bitte auf gar keinen Fall FrankenCoin. Äh… Lassen wir die Abschweifungen.)
 
Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist nämlich die Ausgabe von digitalem Zentralbankgeld derzeit kein Thema, wie SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg auf einer Veranstaltung in Frankfurt sagte. Unter anderem würde eine virtuelle Zentralbank-Währung die Aufgabe erschweren, für Finanzstabilität zu sorgen, so seine Begründung.
 
Die gehandelten Kryptodevisen würden sich weiterhin in einer Nische bewegen, sagte Zurbrügg. "Sie sind nicht breit akzeptiert als Zahlungsmittel und dienen kaum als Recheneinheit." Genutzt würden sie vor allem zu Spekulationszwecken.
 
Für die Geldpolitik und deren Umsetzung, für den Zahlungsverkehr und für die Finanzstabilität stellten Kryptowährungen wegen ihrer sehr beschränkten Nutzung aktuell kein Problem dar. (sda/hjm)