BIT-Projekt für Krebsregister gibt zu reden

Eine Interpellation des Zürcher Nationalrats Thomas Weibel zeigt die Problematik von E-Health-Projekten gut auf. Es geht um den Neubau eines nationalen Krebsregisters.
 
Das BIT (Bundesamt für Informatik) will offenbar eine eigene Lösung für die Führung eines Krebsregisters entwickeln. Weibel fragt in der Interpellation, warum das BIT nicht eine bereits vorhandene und etablierte Registersoftware einsetze. Und er will wissen, welche Kosten die Verzögerung des Projekts verursachen.
 
Heute ist es so, dass die Kantone eigene Krebsregister führen und anonymisierte Daten an das NICER (Nationales Institut für Krebsepidemologie und -registrierung) liefern. Der Grossteil der Kantone setzen gemäss der Interpellation eine Lösung nahmens NICERstat ein.
 
Weibel, gelernter Forstingenieur und Geoinformatiker, will vermeiden, dass der Bund viel Geld für eine eigene Lösung ausgibt, da es bereits etablierte Lösungen aus anderen Ländern gibt.
 
Krebsregister sind wichtig, um gefährliche Umweltbelastungen nachzuweisen. (hc)