Stadt Zürich kauft Top-Tablets für Fünftklässer

Die Umsetzung des Lehrplan 21 beschert der ICT-Branche nicht nur grosse Hoffnungen, sondern auch einzelnen Firmen schöne Umsätze.
 
Viele Gemeinden und Städte rüsten ihre Schüler mit neuen Tablets aus. Nun auch die Stadt Zürich, die den Grundsatzentscheid Ende 2017 fällte. Sie bestellt nun 3000 Tablets, meldet der 'Blick'. Und während viele Gemeinden mit den resultierenden Kosten kämpfen, investiert das gut situierte Zürich in Acer Switch-5-Tablets, die nicht im preisgünstigen Segment anzusiedeln sind.
 
Dies geschehe extra und mit einem guten Grund erklärt die Stadt dem 'Blick': Das Modell habe schon Windows 10 und das erspare teure Änderungen, weil Schulen schon bislang mit demselben System gearbeitet hätten.
 
Die Empfänger, Fünftklässler, können sich mehrfach freuen: "Das Tablet gehört während der letzten beiden Primarschuljahre dem Schüler, er darf es auch für private Zwecke verwenden", sagt Andi Hess, Leiter ICT des Schulamts Zürich, dem 'Blick'.
 
Ziel ist es, dass die Schüler die Tablets nicht nur nutzen lernen, sondern man ihnen auch breite Medienkompetenzen vermitteln kann. Mit den persönlichen Tablets können die Kids sich entsprechend in Lernplattformen einloggen, welche herkömmliche Schulbücher ergänzen oder gar ablösen sollen.
 
Über die speziellen didaktischen Vorteile persönlicher Tablets gibt es wenig Langzeiterkenntnisse. Man geht davon aus, dass die Schüler lernen, Dateien selbst zu organisieren oder Problemlösungsprozesse zu dokumentieren. Man erhofft sich zudem, der Sprachunterricht lasse sich durch Videotutorials verbessern oder dass Schüler eigene Audiobeiträge einsetzen lernen.
 
Nach der Primarschule allerdings müssen sie "ihr" Tablet zurückgeben. Die Stadt plant und hofft, dass die Tablets vier Jahre, also zwei Schülergenerationen, unbeschadet überleben. (mag)