Windows-10-Update mit halbem Spectre-Patch für AMD-CPUs

Mit dem neusten Windows-10-Update können nun nach Computern mit Intel-CPUs erstmals auch Computer mit AMD-CPUs gegen eine Ausnützung der Spectre-Schwachstelle Variante 2 geschützt werden. Die Sache hat aber noch einen kleinen Haken: Die Änderungen am Betriebssystem wirken nur, wenn auch der entsprechende, geänderte Microcode für die CPUs installiert wird. Und dies müssen die User gegenwärtig noch selbst tun, indem sie einen Firmware-Update für ihr System machen, der den neuen Microcode enthält.
 
AMD liefert Microcode-Patches für CPUs mit der Bulldozer-Architektur, die ab 2011 ausgeliefert wurden. Eigentlich könnte Windows-Update auch Microcode für die CPU installieren. Seit dem letzten Monat tut Microsoft dies für Intel-CPUs, für AMD-CPUs aber noch nicht.
 
Im neuesten Update hat Microsoft zudem für alle Versionen einen Mechanismus abgeschaltet, der die Installation von Meltdown- und Spectre-Patches verhinderte, wenn gewisse Virenschutzprogramme auf einem System installiert waren. Manche Antivirenprogramme hatten im Zusammenspiel mit den Patches früher für Probleme gesorgt. Mittlerweile sei die Kompatibilität aber allgemein deutlich besser geworden, so Microsoft.(hjm)