BloggingToms Woche im Cyberspace XLIX.
Junge Startups haben es nicht einfach, sich möglichen Geldgebern zu präsentieren. Sei es am
Techcrunch-Meetup oder jetzt hier an der
Web 2.0 Expo in Berlin: Überall stehen nur wenige Minuten zur Verfügung, um dem (hoffentlich) interessierten Publikum die Geschäftsidee zu präsentieren. Dass dabei viele der Jungunternehmer schon bei der Präsentation scheitern, ist fast schon tragisch. Zugegeben, sein Startup in Englisch vorzustellen, ist nicht jedermanns Sache. Aber wer sagt denn, dass es immer der schlecht englischsprechende CEO sein muss, der auf der Bühne einen schiefen Eindruck hinterlassen muss? Vielleicht wäre es angesagt, anstelle des CEOs einen Speaker auf die Bühne zu lassen, der des Englischen mächtig ist. Haufenweise "ääh", "ööhm" und "eehm" zu hören ist nämlich nicht nur ermüdend, sondern lässt einem im Nachhinein sogar rätseln, was der Vortragende nun eigentlich während seiner 5 Minuten erzählt hat. Vielleicht wär das
ja auch ein Geschäftsmodell für ein neues Startup:
Frühenglisch für angehende Web-Unternehmer.
Ist die sprachliche Hürde geschafft, gilt es auch noch, mit dem Geschäftsmodell zu punkten. Und auch hier, so scheint es mir, gibt es Nachholbedarf. Zum Beispiel bei '
Plista', dessen Modell ich mir heute Mittag extra noch mal erklären liess. Über die Idee an sich, ein "auf Collaborative Filtering (CF) basierendes Empfehlungsnetzwerk", kann man ja geteilter Meinung sein. Wenn man dann aber hören muss, dass für jede(!) Webseite, die da bewertet werden soll, von den Entwicklern eigens eine Konfigurationsdatei geschrieben werden muss, hört der Spass einfach auf. Wo soll das denn hinführen? Da hat man in den nächsten 50 Jahren ja noch nicht mal ein Zehntel aller Webseiten erfasst. Ob die potentiellen Kunden so lange warten wollen?
Zum Schluss ein paar Sicherheitshinweise: Nicht immer ist es angezeigt, unbekümmert Auto zu fahren. Erst recht
nicht mit einem Plattfuss. Und seien Sie vorsichtig, wenn sie demnächst
Sam Wan am Telefon haben. Ihre Katze könnte sich nämlich
an ihrem Teller zu schaffen machen… (
BloggingTom)
Kommentare:
Andreas Richter, CTO plista