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Dienstag, 01.09.2009
Bund und Open-Source-Community nähern sich an

Bundesverwaltungsgericht sistiert den Entscheid über die umstrittene Auftragsvergabe des BBL an Microsoft um weitere drei Wochen.
 
Die angestrebte Verhandlungslösung im Streit um die ausschreibungslose Auftragsvergabe des Bundes an Microsoft rückt offenbar näher. Ein erstes Vergleichsgespräch am 27. August zwischen den Streitparteien, Firmen aus der Open-Source-Community einerseits und dem Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) andererseits, sei positiv verlaufen, heisst es in einer Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgericht, die der Nachrichtenagentur awp vorliegt.
 
Das Bundesverwaltungsgericht hat das von der Open-Source-Community angestrengte Verfahren nun um weitere drei Wochen bis zum 18. September auf Eis gelegt. Bis Mitte September müssen die beiden Parteien Vorschläge für eine Lösung des Streits vorlegen und das Gericht über den Verlauf der Verhandlungen informieren.
 
Seltsamerweise werden sich die Streitparteien gemäss awp erst am 9. Oktober ein zweites Mal zu Verhandlungen treffen.
 
18 von Red Hat angeführte Firmen haben im Mai beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen einen 42-Millionen-Franken-Auftrag eingereicht, der vom BBL ohne Ausschreibung an Microsoft vergeben worden war. Das BBL hat den Auftrag - eine Verlängerung eines so genannten "Enterprise Agreements" nicht ausgeschrieben, weil der Bund beschlossen hat, alle PCs auf Windows und mit Microsoft Office zu standardisieren. Ein bei grossen Organisationen übliches Vorgehen, um Kosten einzusparen. (Christoph Hugenschmidt)
 
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