Trotz Krise zeichnete sich im vierten Quartal 2009 eine wirtschaftliche Erholung ab.
Gemäss einer Untersuchung des grossen Sourcing-Beratungsunternehmens TPI hat das starke Wachstum im Bereich Outsourcing die wirtschaftliche Erholung im letzten Quartal 2009 massgeblich mitgetragen. Gegenüber dem Vorjahresquartal sei das Gesamtvertragsvolumen der Outsourcing-Verträge nämlich um 61 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro gestiegen, im Vergleich zum Vorquartal sogar um 135 Prozent, wie dem "4Q09 EMEA TPI Index" zu entnehmen ist, der Outsourcing-Verträge mit einer Grösse von mindestens 20 Millionen Euro berücksichtigt.
IT Outsourcing (ITO) dominierte gemäss der Studie den Markt in der EMEA-Region im vierten Quartal. Das Gesamtvertragsvolumen in dieser Kategorie lag mit zehn Milliarden 127 Prozent höher als im Vergleich zum Vorquartal und 62 Prozent im Jahresvergleich. Dies war der beste Quartalswert für ITO-Bereich seit mehr als vier Jahren.
Im Bereich Business Process Outsourcing (BPO) vermeldet die Studie in EMEA ein Wachstum von 214 Prozent verglichen mit dem dritten Quartal
und 57 Prozent im Jahresvergleich. Auf das Jahr gesehen schrumpfte das gesamte Auftragsvolumen im Bereich BPO in EMEA jedoch um 45 Prozent. Das ist der schlechteste Wert seit dem Jahr 2002.
Die drei führenden Marktsegmente im Outsourcingmarkt zeigten in der zweiten Jahreshälfte deutliche Erholungstendenzen. Das Gesamtauftragsvolumen im Finanzmarkt, der durch einige Grossaufträge angefacht wurde, wuchs im Vergleich zum ersten Halbjahr um 57 Prozent während im Bereich Telekommunikation und Medien durch eine Grosstransaktion ein Wachstum um 198 Prozent zu verzeichnen war. Outsourcing-Deals in der Industrie wuchsen um sieben Prozent.
"Das vierte Quartal zeigte klare Anzeichen einer Erholung, aber die Krise hat die Ergebnisse erwartungsgemäss negativ beeinflusst", kommentierte Duncan Aitchison, Partner und President EMEA bei TPI. Die Talsohle sei aber bereits in der ersten Jahreshälfte des letzten Jahres durchschritten worden, danach habe sich die Entwicklung verbessert. Einen neuerlichen Einbruch erwartet Aitchison jedoch nicht und wagt einen positiven Ausblick auf das laufende Jahr. (bt)