Umsatz und Gewinn des deutschen ERP-Riesen wachsen wieder zweistellig.
Die weltweit verbesserte Wirtschaftslage verhilft auch dem deutschen ERP-Riesen SAP zu neuem Wachstum. Der Gesamtumsatz von SAP stieg im zweiten Quartal 2010 im Vergleich zum 2. Quartal 2009 um 12 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro. Dafür war vor allem das Kerngeschäft von SAP verantwortlich. Der Umsatz mit Software- und softwarebezogenen Services stieg um 16 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro, der Umsatz mit Software allein um 17 Prozent auf 637 Millionen Euro.
Auch beim Gewinn waren die Wachstumszahlen ähnlich. Der Betriebsgewinn wuchs um 21 Prozent auf 774 Millionen Euro und der Reingewinn um 15 Prozent auf 491 Millionen Euro. Damit lag SAP leicht unter den Erwartungen der Analysten, der Umsatz übertraf dagegen die Erwartungen.
Laut Co-Chef Bill McDermott verspürte SAP sowohl bei Grossunternehmen als auch bei KMU eine gesteigerte Investitionsbereitschaft. Man habe zudem ein starkes Wachstum in strategischen Märkten wie den USA und in wichtigen Wachstumsmärkten in Lateinamerika und Asien verzeichnen können.
Gemäss
Finanzchef Werner Brandt war ein deutlicher Anstieg der Supporterlöse – und dies wiederum hauptsächlich weil die meisten Kunden
den teureren Enterprise Support gewählt hätten – für den Umsatzansteg mitverantwortlich.
Auch wenn das neue Führungsteam Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott das Thema Margensteigerung längst nicht mehr so offensiv auf den Fahnen führt wie der
Anfang Jahr zum Rücktritt gezwungene Ex-Chef Léo Apotheker, verfolgt SAP dieses Ziel offensichtlich weiter. Die operative Marge stieg in den letzten zwölf Monaten von 24,9 auf 26,7 Prozent und SAP erwartet für das laufende Jahr eine weitere Steigerung auf 30 bis 31 Prozent. Für das Gesamtjahr prognostiziert SAP eine Steigerung der Umsätze mit Software- und softwarebezogenen Services um 9 bis 11 Prozent (inklusive
Sybase-Umsatz). (hjm)