Zuliefererprobleme nicht mehr gravierend.
Nach einer sehr kurzen Phase mit Gewinnen schreibt Alcatel-Lucent wieder regelmässig rote Zahlen. Der in Paris domizilierte Telekom-Ausrüster präsentierte heute für das am 30. Juni abgeschlossene zweite Quartal einen Nettoverlust von 184 Millionen Euro, verglichen mit einem Gewinn von 14 Millionen Euro im zweiten Quartal des Vorjahres. Der Umsatz sank vor allem aufgrund eines Rückgangs im Wireless-Geschäft um 2,4 Prozent auf 3,81 Milliarden Euro.
Alcatel-Lucent schaffte es immerhin, auf operativer Ebene einen bereinigten Gewinn von 28 Millionen Euro zu schreiben. Im Vorjahr betrug der Verlust 62 Millionen Euro. Die knappe Verfügbarkeit von Komponenten habe man mittlerweile besser im Griff, liess das Unternehmen verlauten. Von diesem Problem sind auch die Mitbewerber von Alcatel-Lucent betroffen. Grund dafür sind die zurückgefahrenen Produktionen während der Krise, die dann aber nicht schnell genug hochgefahren werden konnten, als die Nachfrage wieder zunahm.
Alcatel-Lucent scheint jedoch weniger betroffen zu sein als Ericsson und
Nokia Siemens. CEO Ben Verwaayen sagte zwar, das Problem sei noch nicht beseitigt, doch könne man mittlerweile besser damit umgehen. Die Branche dürfte auch noch die nächsten drei Monate damit zu kämpfen haben. (mim)