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Dienstag, 28.03.2006
Viel verschwendetes Geld für SAP-Eigentwicklungen?

Gemäss einer Studie des deutschen Consulting-Unternehmens West Trax und des Marktforschungsunternehmens Experton Group verschwenden zumindest deutsche SAP-Anwender – in der Schweiz könnte die Situation ähnlich sein – viel Geld im Bereich der Eigenentwicklungen.
 
Das Problem sind dabei nicht die Entwicklungskosten – damit beschäftigt sich die Studie gar nicht – sondern die Betriebskosten, oder etwas böse gesagt die "Nichtbetriebskosten".
 
36,1 Prozent dieser Eigenentwicklungen, also mehr als ein Drittel, wurden gemäss den Autoren "nicht ein einziges Mal aufgerufen, aber dennoch gewartet." (Leider wird nicht verraten, auf welchen Zeitraum sich diese Aussage bezieht.) Rund 6 Prozent wurden ein oder zweimal und je rund vier Prozent nur bis zu fünf respektive bis zu 10 Mal benutzt. Wirklich intensiv genutzt werden gemäss West Trax nur etwa ein Viertel der Eigenentwicklungen.
 
Diana Bohr, Chief Technology Officer bei West Trax rät deshalb: "Da sich Eigenentwicklungen sehr zeit- und kostenintensiv für ein Unternehmen auswirken, sollten sie nur dann eingesetzt werden, wenn es der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dient und kein vergleichbarer Standard verfügbar ist."
 
West Trax analysierte für die Studie 93 SAP-Systeme aus 69 Unternehmen und 14 verschiedenen Branchen in Deutschland. (hjm)
 
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