Gestern gab der finnische Telekommunikationskonzern Nokia die Schliessung seiner Handyfabrik in Bochum bekannt. Etwa 2000 Angestellte werden ihren Job verlieren. Dies bedeutet aber auch, dass keine Mobiltelefone mehr im Hightech-Land Deutschland hergestellt werden. BenQ übernahm zwar die Siemens-Handy-Abteilung, liess diese aber vor einem Jahr in Konkurs rasseln.
Pikant ist, dass man offenbar Nokia die Ansiedlung im damals krisengeschüttelten Ruhrgebiet mit Fördergeldern schmackhaft gemacht hat. Zwischen 1995 und 1999 lockte man die Finnen mit etwa 60 Millionen Euro nach Bochum. Ausserdem wurde Nokia mit etwa 28 Millionen Euro Forschungsgeldern von Deutschland subventioniert.
Nokia will die Bochumer Fabrik nun nach Rumänien auslagern. (hc)