BloggingToms Woche im Cyberspace XXII.
Da soll mal noch einer sagen, das Micro-Bloggingtool
twitter sei bloss Spielzeug. Zwar wird mit den maximal zulässigen 140 Zeichen öfters viel unnützer Senf kommuniziert, doch für den amerikanischen Studenten James Karl Buck entpuppte sich twitter als Glücksfall. Nachdem er nämlich in Ägypten eine Demonstration fotografierte, wurde er kurzerhand ohne nähere Begründung verhaftet. Gut, dass er sein Handy dabeihatte und damit die kurze Notiz "
Arrested" twittern konnte. Dies wiederum veranlasste seine Followers, also die Leser seines "getwitters", die Uni, die US-Botschaft als auch die Presse zu informieren. Einen Tag später war James
bereits wieder frei. Ganz überstanden ist die Sache allerdings noch nicht; denn sein Freund, Mohammed Salah Ahmed Maree, welcher mit ihm zusammen inhaftiert wurde, befindet sich nach wie vor im Gefängnis. Und solange das so bleibt, ist James im Hungerstreik. Mehr dazu gibt’s, natürlich,
auf
James' Twitterseite...
Nachhaltigkeit ist auch im Internet Trumpf. Neuestes Beispiel ist die Suchmaschine
Ecocho, die verspricht, pro 1000 Suchabfragen jeweils ein Gegengewicht zu einer Tonne Treibhausgas zu setzen. Konkret sollen jeweils zwei durch Werbung auf der Webseite finanzierte Bäume für den Ausgleich sorgen. Zwar ist Ecocho keine Suchmaschine im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr eine Art Doorway-Page, auf welcher Suchabfragen bei Yahoo oder Google gestartet werden können, doch die Idee an sich ist nicht schlecht. Fragt sich nur, ob sich der gemeine User tatsächlich dazu durchringen kann, anstelle von Google oder Yahoo nun Ecocho aufzurufen.
Und zum Schluss testen wir noch ein wenig ihre Beobachtungsgabe: Wir fangen einfach an:
Wieviele Pässe macht das Team in Weiss? Erstaunt? Na dann machen Sie nun ihre Sache besser: Wieviele Pässe macht das Team in Schwarz
in diesem Video? (
BloggingTom)