BloggingToms Woche im Cyberspace XXIV
Die bäumepflanzende Suchmaschine
Ecocho die ich vor zwei Wochen
vorgestellt hatte, hat einen guten Start hingelegt. Eigentlich. Wäre da nicht Google, die Ecocho mitten im grossen Medienhype
die Freundschaft gekündigt hat. Offizielle Begründung: Verstoss gegen die AdSense-Richlinien. Konkret habe Ecocho die Leser aufgefordert, auf die Anzeigen zu klicken, was laut Google verboten ist. Kurioserweise weisen viele Nutzer jedoch darauf hin, gar nie AdSense-Werbung auf den Seiten gesehen zu haben.
Verzwickte Sache für Ecocho, denn Google ist nun mal Platzhirsch in Sachen Suchresultate. Andererseits aber auch eine Chance für Yahoo, welche das Projekt nach wie vor unterstützt. Und indirekt vielleicht sogar eine clevere Marketingplattform für Microsoft, welches nach wie vor Yahoo übernehmen möchte. Ein grüner Anstrich hat bisher schliesslich keinem Unternehmen geschadet.
Aus
dem täglichen Leben ist das World Wide Web nach 15 Jahren (
oder sind es 19, 18, 16 Jahre?) kaum mehr wegzudenken. Jede (Nicht-) Meldung, ob Wahrheit oder Ente, lässt sich schneller und effektiver als über das Internet verbreiten. Videos, Fotos, Chats, Communities, Blogs, Shops, Dating-Plattformen und vieles mehr benutzen wir heute wie selbstverständlich und lassen uns immer mehr auf virtuelle Welten ein. Aber können wir auch ohne Leben? Wer es ausprobieren will, hat am 3. Mai 2008 dazu Gelegenheit. Dann nämlich findet zum zweiten Mal der
Shutdown Day statt, wo Computer & Co. für 24 Stunden aus bleiben sollen. Und wenn auch das nicht nützt, dann löschen Sie doch einfach mal
100 eMails pro Tag. Das macht den Kopf frei...
Auch Politiker haben das Internet entdeckt und versuchen es, ob
augenzwinkernd,
bierernst oder erst "
under construction", für ihre Zwecke zu nutzen. Das sieht auch in Italien nicht anders aus. Dort aber sorgte der Rechtsaussen und ehemalige Gesundheitsminister unter Berlusconi, Francesco Storace, für rote Köpfe. Während gut zweieinhalb Tagen war auf dessen Blog nämlich ein Bild zu sehen, dass ihn zusammen mit Berlusconi in einer
ziemlich verfänglichen Situation zeigte. Die Fotomontage war der
Racheakt des Briten Siôn McElveen, dessen Foto Storace nicht nur ohne Berechtigung verwendet, sondern mittels verpöntem "
Hotlinking" in seine Seiten eingebunden hatte. Nachdem Storace McElveens Aufforderung, sein Bild von der Seite zu entfernen, ignorierte, wechselte der Bestohlene das Bild kurzerhand durch die Fotomontage aus. Und das wirkte: Seit Montag sind keinerlei Bilder auf Storaces Webseite mehr durch "Hotlinking" verlinkt. Da soll noch einer sagen, Politiker seien nicht lernfähig!
Essen Sie gerne Sushi? Na, wenn Sie wüssten, dass uns die Japaner in Sachen Essen seit Jahren nur
auf den Arm nehmen. Da bleibt nur,
mehr bei McDonalds zu bestellen. En Guete! (
BloggingTom)