BloggingToms Woche im Cyberspace XXXI
Beim Check-In war ich noch erfreut. Die Receptionistin drückt mir strahlend die WEP-Schlüssel für das hoteleigene WLAN in die Hand. Ja klar, schliesslich ist kostenloses Internet eines der Dinge, die auf der Homepage des Budapester Hotels aufgeführt werden. Aber damit ist es etwa soweit her wie mit dem versprochenen Satelliten-Fernsehen. Das WLAN ist unauffindbar, weder im Zimmer, noch in der Lobby und auch nicht im Raucherkabäuschen ist irgend ein hoteleigener Hotspot zu finden. Doch die Receptionistin bleibt dabei: Internet? Doch, doch, das ist im ganzen Haus verfügbar.
Da lobt der Kolumnist dann doch die Internet-Cafés in der Innenstadt, die einem, im Austausch gegen ein paar Forint natürlich, doch noch Kontakt mit dem Rest der Welt verschaffen und so die Veröffentlichung dieser Zeilen überhaupt ermöglichen. So zeigt es sich wieder: Bloggen ist gar nicht so einfach. Oder denken Sie, Bloggen ist nur etwas für Badehosen-Duscher, Duschgel-Anwärmer oder Badelatschen-Bader? Zugegeben, in Blogs lässt sich so manch belangloses finden, aber
vielleicht ist das ja auch Absicht. Sobald der gemeine Blogger nämlich ein Tor zur Welt gefunden hat und etwas Handfestes schreibt, steht ihm immer öfters Ärger ins Haus. Das war
früher schon so und hat sich auch im Jahr 2008 nicht geändert. Egal, ob man
aus einer Newsmeldung zitiert oder den Spam
bis zu dessen Haustüre zurückverfolgt, ständig steht man im Kreuzfeuer der Kritik und kann sich - im Gegensatz zu Zeitungsjournalisten - nicht hinter der Rechtsabteilung des Arbeitgebers verstecken. Aber vielleicht ist ja auch gerade das der Reiz am Bloggen: Geradehinaus seine Meinung zu sagen, ohne Rücksicht auf die Interessen des Arbeitgebers nehmen zu müssen. Wer dazu noch einige wenige Spielregeln beachtet, muss auch nicht mit rechtlichen Problemen rechnen. Und wenn doch, werden Sie es an dieser Stelle wohl in Kürze prominent erfahren...
Zum Schluss noch eine Warnung: Dass Rauchen gefährlich ist, weiss heute jedes Kind. Dass aber
Rauchen auf dem Balkon die Sterblichkeitsrate zusätzlich erhöht, dürfte eine Folge der Rauchverbote sein. Da haben es Handynutzer besser. Erst recht, seit sich herausgestellt hat, dass die
Herstellung von Popcorn mit Handystrahlen nur eine
gelungene Viral-Kampagne eines Herstellers für Bluetooth-Zubehör war. Wär ja auch zu schön gewesen, wenn das Handy neben Telefonieren plötzlich
auch noch kochen könnte… (
BloggingTom)
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