BloggingToms Woche im Cyberspace XL.
RSS-Feeds sind heute zumeist noch eine der wenigen werbefreie Bastionen im Internet. Das dürfte sich mit der Freigabe von "AdSense for Feeds" durch Google allerdings gründlich ändern. Mit der Übernahme von Feedburner, einem Anbieter für die Auslieferung von RSS-Feeds im Mai letzten Jahres sicherte sich Google nämlich einen grossen Kundenstamm und ist so nun in der Lage, den Werbedienst AdSense auch für RSS-Feeds anzubieten. Unter Bloggern gilt Werbung in solchen Feeds allerdings als heikel. Nicht nur an der Werbung selbst
stören sich viele, sondern man macht sich auch Gedanken über die Performance der dort eingeblendeten Werbung. Denn Feedleser sind zumeist
eher technikaffin und zudem eher werbeblind. Ob da jemand auf die Werbebanner klicken wird, ist daher fraglich. Dass Feedreader-Programme in Kürze
mit Werbeblockern auftrumpfen
werden, ist da schon eher vernachlässigbar, denn diese gibt es ja auch für Webbrowser. So darf also mit Spannung betrachtet werden, ob sich Werbung in RSS-Feeds
tatsächlich etablieren wird.
Komponist Johannes Kreidler hat einen neuen 33-sekündigen Song fertiggestellt und möchte diesen ordnungsgemäss bei der GEMA, dem deutschen Pendant zur SUISA, anmelden. Doch die Dame am GEMA-Telefon reagiert irritiert: "Wie viele Stunden geht denn ihr Stück, wenn ich fragen darf?" Kein Wunder, schliesslich bestellte Kreidler telefonisch
über 70'000 Anmeldeformulare. Der Hintergrund: Sein halbminütiger Song besteht aus 70'200 Musikstücken, die sein Computer aus den auf seiner Festplatte gespeicherten Musikstücken gemixt hat. Und nach geltendem Urheberrecht muss ein Komponist jedes verwendete Stück mit einem Formular entsprechend anmelden.
Am 12. September 2008 will Kreidler nun die Einzelnachweise mit einem Lastwagen zur GEMA-Generaldirektion in Berlin karren und dort zusammen mit Trägern einreichen. Mit der Kunstaktion namens "
Product Placement" will Kreidler gegen die seiner Meinung nach unsinnigen Bestimmungen des deutschen Urheberrechts protestieren, da dieses verhindere "Kulturgüter in gigantischen Dimensionen zu verbreiten und kreativ weiterzuverarbeiten". Da kommt wohl einiges an Arbeit auf die Mitarbeiter der GEMA zu...
Wer sich gerne mal als Hacker betätigen möchte, findet hier eine Anleitung, wie man
PayTV auf einfache Weise hacken kann. Da es dabei zu Kurzschlüssen kommen kann ist es allerdings ratsam, immer ein paar Büchsen
Dosenstrom bereitzuhalten. Und wenn der Strom damit doch nicht wieder fliesst, trinken Sie
ein Bier. Zum Beispiel bei einem Spaziergang. Aber halten Sie sich von
Bananenschalen fern! (
BloggingTom)