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Mittwoch, 15.10.2008
WLAN ist teuer und macht verdächtig

BloggingToms Woche im Cyberspace XLVIII
 
Ziemlich bequem so ein Wireless LAN. Internet verfügbar wo man will - oder zumindest dort, wo sich grad ein Access-Point finden lässt. Allerdings ist es noch immer erstaunlich, wie oft gerade Hotels versuchen, damit den grossen Reibach zu machen. 24 Euro für einen Tag Internetzugang, wie zum Beispiel im Hotel Nikko in Düsseldorf, sind einfach nur Abzocke. Dabei ist das noch nicht einmal das teuerste Angebot, wie mir der externe Betreiber des Hotspots des Hotels erklärte. Es gebe auch Hotels, die sich die Dienstleistung des Betreibers mit 30 Euro pro Tag auf der Zimmerabrechnung vergolden liessen. Da waren die knapp 10 Dollar im Venetian Hotel in Las Vegas ja direkt ein Schnäppchen (auch wenn es dort andere Schwierigkeiten und Preisausschläge zu überwinden galt).
 
Hier in Ungarn sitze ich in einem Hotel, in dem der Internetzugang für Gäste kostenlos ist. Und trotz der Tatsache, dass hier jede Menge Geschäftsleute mit ihren Laptops herumspazieren, ist die Surf-Geschwindigkeit ganz schön angenehm. Und es stellt sich mir einmal mehr die Frage, warum nicht mehr Hotels auf diesen Zug aufspringen und ihren Gästen kostenloses WLAN bieten? Zugegeben, damit würde man sich eine Einnahmequelle verschliessen, aber ich bin überzeugt, dass es viele Reisende gäbe, die genau deshalb ein solches Hotel besuchen und damit den Umsatz anderweitig erhöhen würden.
 
Andererseits: Vielleicht ist es auch ganz gut, wenn man sich für einmal vom geliebten Laptop trennt, denn wer nachts vor seinem Laptop sitzt, läuft schon mal Gefahr, dass das Gerät beschlagnahmt wird. Wie zum Beispiel im deutschen Bad Saulgau. Dort wurde ein 27-jähriger verhaftet, weil er nachts um 1 Uhr auf einer Treppe sass und den Rechner zuklappte, als ein Steifenwagen um die Ecke kam. Mit seinem höchst verdächtigen Tun hat der junge Mann sich nun mächtigen Ärger eingehandelt, denn bei der darauf folgenden Kontrolle hätten die Polizisten festgestellt, "dass der Mann schwarz gesurft hatte" und beschlagnahmten den Laptop. Es sei denkbar, dass der Mann ein WLAN nutzen wollte, ohne dafür zu bezahlen. Hoppla, was die Polizisten wohl tun, wenn sie einen Mann mit iPhone sehen? Surft der auch gerade schwarz? Vielleicht sollte ich meinen Laptop besser nur noch zum Kurzdösen nutzen. Zugeklappt sollte er ja nicht zu kriminalistischen Ermittlungen Anlass geben...
 
Darauf hat die Jugend wohl gewartet: Das Handy als Instrument. Ob Frauen hingegen längerfristig Gefallen an dem Mann aus dem Automaten haben werden, wird sich erst zeigen müssen. Wenn nicht: Schickt ihn doch einfach zu Samantha Fox! (BloggingTom)
 
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