BloggingToms Woche im Cyberspace L.
Man könnte annehmen, dass es wegen der momentanen Finanzmarktkrise einige Leute gibt, die mit einem Problem herumlaufen. Trotzdem scheint ein Markt für Probleme zu bestehen, denn diese lassen sich nun auch kaufen. Ob ein triviales Problem für einen Franken, ein normales für 50 oder gar ein fast unlösbares Problem für 5000 Franken, auf
needaproblem.com kann man sich jegliche Schwierigkeiten kaufen. Bereits am ersten Tag seien Probleme im Wert von 76 Franken verkauft worden, so die Betreiber. Da fragt man sich ja schon, wo das noch hinführt mit diesem Internet. Als nächstes eröffnen die Betreiber dann wohl eine Website, wo man sich von Problemen wieder freikaufen kann. Nur billig wird das dann wohl nicht sein...
Zu Problemen kann man aber auch ganz kostenlos kommen, erst recht im Mitmachweb, genannt Web 2.0. Zum Beispiel mit Twitter, wo viel banales aber auch witziges in maximal 140 Zeichen "getweetet" wird. Als sich die Nachricht vom vergangenen Montag über die Verschwörung zur Ermordung Obamas der Nachrichtenagentur
AP als ziemlich übertrieben herausstellte, tönte es auf dem Twitter-Account von 'Welt Kompakt' "
was für eine drecks-obama-geschichte. morgen bestellen wir ap ab. diese hirnlosen affen! bringen den ganzen abend durcheinander. mit nichts".
Und weiter: "zwei lausige skins aus tennessee wollen obama umbringen und schaffen es noch nicht mal, die benötigten waffen zu klauen. super verschwörung!"
Ist Twitter also endlich mal ein Tool, mit dem man unbeobachtet Luft ablassen kann? Mitnichten, denn am nächsten Tag
hiess es bereits: "Fege gerade die Trümmer von gestern Abend zusammen. Was klare Worte alles auslösen können...". Offenbar fanden Exponenten des Axel-Springer-Verlags den ehrlichen Wutausbruchs des Redaktors dann doch nicht ganz so lustig.
Aber auch als normaler Arbeitnehmer lebt man mit der Nutzung solch' neuartiger Tools gefährlich. Wie der 21-jährige Kyle Doyle, der in einem Call-Center jobbt und sich nach einer wilden Nacht erst mal ein bisschen erholen wollte. Allerdings sollte man in einem solchen Fall auch nicht Status-Updates auf Facebook publizieren,
die einige Fragen offen lassen...
Das Ende heute in Kurzform:
AC/DC-Musikvideo als ASCII-Art -
Affen-Segway -
Deutsche Polizei auf der Suche nach Ernie (
BloggingTom)