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Mittwoch, 03.12.2008
Kommentieren kann der Reputation schaden

BloggingToms Woche im Cyberspace LV
 
So ein Kommentar in einem Blog ist schnell geschrieben. In der Eile hat man dazu vielleicht noch einen fremden Namen genutzt und sich wenig Gedanken darüber gemacht, ob der Blogger sich durch den Kommentar nicht vielleicht etwas angegriffen fühlt. Doch was, wenn der Blogger zurückschlägt und sich in einem neuen Artikel auf dem Blog direkt an den Arbeitgeber des Kommentierenden wendet?
 
Genau dies ist einer Person passiert, die wir hier aus Persönlichkeitsschutzgründen mal C.D. nennen. C.D hatte nämlich mit dem fiktiven Namen Hans Hansen einen Beitrag im Blog von Peter Hogenkamp kommentiert und sich über dessen Körperfülle ausgelassen. Allerdings dürfte C.D. nicht mit der Reaktion von Hogenkamp gerechnet haben. Dieser fand mittels der mit dem Kommentar hinterlassenen IP-Adresse nämlich kurzerhand den Arbeitgeber von C.D. heraus und wandte sich in einem neuen Beitrag gleich persönlich an den Chef der Firma.
 
Ob die Reaktion Hogenkamps so richtig war, darüber scheiden sich unter den Bloggern die Geister bis über die Landesgrenzen hinaus. Solche Schnellschussaktionen (so gut man sie auch verstehen kann, wenn man sich persönlich angegriffen fühlt) offenbaren aber ein Problem, das viele bisher vernachlässigen: Ist der Artikel (in welchem in der Urversion sowohl der Realname des Kommentierenden, als auch der Name des Unternehmens genannt wurde) erst mal publiziert, wird es schwer, die Namen wieder aus Google verschwinden zu lassen. Zwar haben sowohl Hogenkamp wie auch andere Blogger, die die Geschichte aufnahmen, die Namen in der Zwischenzeit durch Pseudonyme ersetzt, aber das sind längst nicht alle. Und so wird C.D. bei seiner Jobsuche wohl immer mal wieder auf die Geschichte angesprochen.
 
Jobsuche? Ja richtig, Falschnamenkommentierer C.D. ist auf Jobsuche. Allerdings, und das sei hier ausdrücklich festgehalten, nicht wegen seines Kommentars im Blog, wie es die Stellungnahme seines Chefs zuerst vermuten lassen würde. Auf Nachfrage erklärt das Unternehmen nämlich, dass C.D. die Probezeit aus anderen Gründen nicht bestanden hat.
 
Und Hogenkamp selber? Er unterstützt C.D. inzwischen bei der Jobsuche und würde sich heute wohl nicht mehr zu einem solchen Beitrag hinreissen lassen, wie er freimütig zugibt. So bleibt nur zu hoffen, dass alle Beteiligten aus der Geschichte gelernt haben. Schliesslich endete das Ganze für einmal noch (einigermassen) glimpflich...
 
Und zum Schluss noch ein paar Web-Fundstücke: Alles neu macht der Arbeitsmarkt 2009 - Web 2.0 bringt Geburtstagsgruss-Flut - Das ultimative Geschenk für Geeks - Ob die Autos dieses Händlers etwas taugen? (BloggingTom)

Kommentare:
Peter Hogenkamp Tja, der erste total aus dem Ruder gelaufenen Kommentarkrieg bei inside-it wird wohl leider noch etwas auf sich warten lassen.
 
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