BloggingToms Woche im Cyberspace LVI
An der derzeit stattfindenen 'LeWeb'08', einer der grössten Konferenzen in Europa zum Thema Internet, hinterlässt Swisscom nicht gerade einen sehr schmeichelhaften Eindruck. Als Sponsor ist der Telekomkonzern nämlich für das Wireless-LAN verantwortlich - und das immerhin mit einem
Budget von 150'000 Euro. Unter den Teilnehmern ist WLAN oder Swisscom derzeit aber eher ein Schimpfwort, denn das kabellose Netz ist öfters so gut wie inexistent. Und ist es doch für einmal erreichbar, bricht es wenige Minuten später wieder zusammen.
Immer wieder erstaunlich, welche Schwierigkeiten die Organisatoren solcher Konferenzen haben, ein funktionierendes Wireless-Netz zur Verfügung zu stellen. Die Hundertschaften von Besuchern, bewaffnet mit Laptops, Netbooks, i- und Smartphones jedenfalls wurden bitter enttäuscht. Und das wohlgemerkt an einer Konferenz, die mit einem Eintrittspreis von 1'500 Euro sicherlich nicht zu den günstigen zählt.
Kalte Füsse, leere MägenWer gehofft hatte, für diesen hohen
Obolus wenigstens warme Füsse zu haben, wurde ebenfalls enttäuscht. Zumindest am ersten Veranstaltungstag glich der Veranstaltungsort eher einem Iglu. Das Bild von in Jacken gehüllten Menschen, die (fast) ohne Verbindung zur Aussenwelt der Speeches auf der Bühne harrten, war jedenfalls omnipräsent. Immerhin gabs die Möglichkeit, sich im eigens herangekarrten
Sauna-Truck, mal kurz auf Temperatur bringen zu lassen. Zu essen gab es dafür reichlich, zumindest für die ersten 300 der 1680 Teilnehmer aus 26 Ländern. Zum Mittagessen ein paar Scheiben Aufschnitt, ein bisschen Käse und ein, zwei Luxemburgerli sind, ganz französisch, ja schliesslich nicht zu verachten - sofern man sich etwas davon ergattern konnte.
Aber eigentlich gehts bei solchen Konferenzen ja auch nicht um Begleitumstände. Wichtig ist, dass die Redner auf der Bühne etwas spannendes zu erzählen haben (was sie tatsächlich
meistens taten), dass Zeit fürs Networking bleibt (dank Swisscom sogar
übermässig viel) und dass wir uns alle lieb haben (so zumindest das nicht ganz offizielle Motto der diesjährigen Konferenz).
Gerade in Krisenzeiten lohnt es sich beim Autokauf, auch mal die Modelle der Ost-Konkurrenz anzusehen. Sogar Fernsehstationen stellen bereits auf den Trend um und
zeigen entsprechende
Autotests. Nicht viel ungefährlicher ist allerdings auch das
Nachspielen alter Spiele aus Kinderzeiten. (
BloggingTom)