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Mittwoch, 21.01.2009
Hilfe, mein Internet ist (wieder) kaputt!

BloggingToms Abenteuer im Cyberspace LX
 
Gestern war alles kaputt. Email tot. Die eigenen Blogs tot. Der Hoster tot. Der Upstream-Provider des Hosters tot. Nichts ging mehr, gestern zwischen 12 und 17 Uhr im Schweizer Blog-Wald. Erstaunlich, wie man sich an die ständige Verfügbarkeit der Dienste gewohnt hat. Erstaunlich auch, dass man bei einem solchen Ausfall für den Moment mit der Frage, womit man sich die (Warte-) Zeit überbrücken soll, ziemlich überfordert ist. Während sich die einen mit dem längst überfälligen Putzen der Fenster beschäftigten, beschlossen andere, wieder mal zu staubsaugen. Allerdings nur, um kurz darauf festzustellen, dass gestern nicht nur der Tag der Backbone-Ausfälle war, sondern auch Staubsauger ihre Tage haben.
 
Ja, gestern hörte man von den wildesten Tätigkeiten auf Twitter. Aber auch sonst war das Microbloggingtool einmal mehr der Informationskanal schlechthin. Ist ja auch kein Wunder, wenn selbst die Hoster mangels Infrastruktur nicht mal mehr selbst auf ihre missliche Lage aufmerksam machen konnten. Da weicht man schon mal auf Twitter aus. Und so wussten aufmerksame Twitterer schon vor dem "Normalvolk", dass es sich beim Problem um etwas "gröberes" handelt. Das war für die Einen Grund genug, eiligst Kaffee-Selbsthilfegruppen zu gründen, während Andere über die Steinzeit sinnierten. Und natürlich durften auch die Scherzkekse im Twitter-Konzert nicht fehlen. Ob allerdings das Video des armen IT-Administrators tatsächlich aus den Räumen des betroffenen Providers stammt, ist bis jetzt nicht bestätigt.
 
Apropos Ausfälle: Gestern nachmittag fielen beim Schweizer Fernsehen ja auch einige Sendungen aus und sogar die Mitarbeiter wurden evakuiert. Der Grund dafür, ein (weiterer) Stromausfall, wird wohl noch mal viel zu bereden geben. Hatten wir das nicht schon mal? Aber die Evakuierung war zumindest mein Geistesblitz des Tages: Wenn so ein Provider nächstens mal wieder schlappmacht, evakuiere ich mich auch und mache einen Spaziergang. Das beruhigt die Nerven ungemein…
 
Der Schluss meiner heutigen Kolumne steht dafür ganz im Zeichen des Präsidentenwechsels in den USA. Barack Obama präsentierte sich gestern nämlich noch ein letztes Mal als Vorsitzender einer Eigentümerversammlung in Berlin. George Bush hingegen hat sich in weiser Voraussicht bereits neue Einkommensquellen in der Werbung gesichert. Bleibt die Frage, ob das neue Einkommen für einen Besuch im Restaurant-Tipp der Woche reicht… (BloggingTom)
 
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