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Mittwoch, 08.04.2009
Ach, da ist ja noch dieses Internet...

BloggingToms Abenteuer im Cyberspace LXXI
 
Man könnte meinen, dass gerade grosse Firmen inzwischen Internet-affin sind. Sie stecken Unsummen in Design, Text und Usability-Tests, damit ihre Internet-Auftritte professionell und ansprechend wirken. Allerdings scheinen die 100 grössten Schweizer Firmen beim ganzen Trari-Trara den Suchmaschinengiganten Google zu vergessen. Die Studie "Google-Auftritt von Schweizer Grossfirmen" der im Suchmaschinenmarketing tätigen Firma Angelink kommt nämlich zum Schluss, dass die Firmen den Suchmaschinenergebnissen wenig Aufmerksamkeit widmen.
 
Nur gerade zehn der 100 untersuchten Firmenwebsites erfüllen die der Studie zugrunde gelegten Mindestanforderungen. Anforderungen notabene, die schon (fast) jeder Hobby-Programmierer erfüllt, nämlich zum Beispiel eine informative Seitenbeschreibung oder das Erscheinen auf Platz 1. Ziemlich erstaunlich auch die Tatsache, dass vier der untersuchten Websites noch nicht einmal als erstes Suchergebnis gelistet werden. Allerdings muss hier fairerweise dazu gesaget werden, dass es dieses Firmen mit harter Konkurrenz zu tun haben (zum Beispiel die Immobilienfirma PSP mit Sonys portabler Playstation PSP).
 
Vielleicht werden die Firmen ja wieder mal aktiver, wenn Microsoft den Schleier über seine neue, alte Suchmaschine lüftet. Die Suchergebnisse sollen "menschenlesbar" werden und sich an den "wesentlichen Anliegen" der Suchwilligen orientieren, heisst es in verschiedenen Interviews. Klingt doch vielversprechend, auch wenn keiner wirklich genau weiss, was das nun genau heissen soll. Macht aber nix, denn Microsoft-intern weiss man noch nicht mal, wie die neue Suchmaschine denn überhaupt heissen soll. Der Name "Kumo", der vor Monaten durch die Gerüchteküche geisterte, dürfte wohl gestorben sein - spätestens seit Microsoft-Boss Steve Ballmer selbst über den Namen witzelt.
 
Vielleicht heisst die neue Suchmaschine aber auch einfach "Bing". Zumindest hat der Konzern beim US-Patentamt bereits einen Antrag zum Schutz des Namens "Bing" eingereicht, und zwar für eine Website, die "Links zu geografischen Informationen, Landkartenbildern und Routenplanern" enthalten soll. In einem weiteren Antrag ist sogar die Rede von einer "Computer-Suchmaschinen-Software". Heisst es also vielleicht doch schon bald "Heute schon gebingt?" Wir werden sehen…
 
Zum Schluss ein Highlight des 1. Aprils, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte: Der neue Opera-Browser mit Face Gesture-Bedienung. Ob der Browser allerdings auch mit der Zensur-Balken-Brille funktioniert, ist nicht bekannt. (BloggingTom)
 
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