BloggingToms Abenteuer im Cyberspace LXXVIII
Dass Microsoft einen neuen Versuch wagen will, sich doch noch ein Stück vom Suchmaschinen-Kuchen abzuschneiden, weiss der geneigte Leser ja bereits seit längerem. Und seit letzter Woche ist auch
bekannt, dass die neue Suchmaschine aus dem Hause Microsoft in den kommenden Tagen das (offizielle) Licht des Internets erblicken soll. Glaubt man der versammelten Netzgemeinde, so soll Microsoft-Chef Steve Ballmer himself sein jüngstes Baby anlässlich einer Keynote an der gestern im kalifornischen Carlsbad gestarteten Konferenz "
All Things D" vorstellen.
Bleibt eigentlich nur noch die Frage nach dem Namen von Microsofts jüngstem Spross. Während sich die Gerüchte in den vergangenen Monaten verdichteten, dass die neue Suchmaschine 'Kumo' heissen soll, bringt das amerikanische Techblog 'Techcrunch' nun den Namen 'Bing'
ins Spiel. Bing?
Bing-o! Zumindest wenn es nach dem Techcrunch-Autor
MG Siegler geht. Der will nämlich, rein zufällig natürlich, just in dem Moment auf
bing.com gewesen sein, als dort ein Favicon, also das Logo im Browser neben der URL, sichtbar gewesen sein soll. Und so lernen wir, dass das stylisierte "b" dieselbe hellblaue und gelb-orange Farbkombination zeigt wie das Kumo-Logo. Und damit wär auch schon alles verraten – bis auf die Frage, ob Kumo-Bing auch wirklich das Zeug dazu hat, dem ewigen Rivalen Google das Wasser zu reichen.
Nur mit Google ebenbürtig sein, dürfte allerdings nicht reichen. Und daran kann auch das kolportierte Werbebudget von unglaublichen 100 Millionen Dollar nichts ändern. Entscheidend wird nämlich sein, ob die präsentierten Suchergebnisse soviel besser sind, dass uns das alle zum Umsteigen auf Bing (oder eben doch Kumo?) verleitet. Und das wird, das müssen selbst Microsoft-Fans zugeben, ein unglaublich schwieriges Unterfangen. Wünschenswert wäre es allerdings allemal, denn ein zumindest ebenbürtiges Konkurrenzprodukt würde auch dem Platzhirschen Google nur gut tun.
Und zum Schluss –wie immer – die Links der Woche: Unter den ersten, die Apples neuen Laden in Zürich besuchten, war auch ein
Microsoft-Mitarbeiter. Mystery-Shopping mit dem iPhone in der Hand. - Auslagern ist zwar manchmal billiger, aber
nicht immer sicherer. – Für geplagte Sitzpinkler bringen die Japaner (wer denn sonst) nun die Lösung: Bitte
hinknieen! - Und Identifizierung mit Satellitenschüsseln: Satan-Anhänger lassen sich nun eindeutig
identifizieren!(
BloggingTom)