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Mittwoch, 07.10.2009
123456 - und drin bin ich...

BloggingToms Woche im Cyberspace LXXXXIII
 
Obwohl immer und immer wieder vor "schwachen" Passwörtern gewarnt wird, vernachlässigen wir Internetuser die Stärke unserer Passwörter noch immer. Ist ja auch ziemlich mühsam, sich Unmengen von Passwörtern zu merken. Trotzdem tut man gut daran, sich ein System anzugewöhnen, um verschiedene und vor allem sichere Passwörter einzusetzen. Das allein genügt allerdings noch nicht. Zwingend nötig ist es nämlich auch, das Hirn einzuschalten und nicht auf jeden dahergelaufenen Link etwa in E-Mails zu klicken und auf der aufgepoppten Seite seine Logins und Passwörter preiszugeben. Sonst ergeht es einem wie den Zehntausenden von Usern von Hotmail, Gmail, Yahoo, Comcast oder Earthlink und man findet seine Passwörter in Listen wieder, die frei im Internet kursieren. Soviel ist in der Zwischenzeit nämlich klar: Die betroffenen User haben ihre Logindaten auf einer Phishing-Seite (übrigens nicht zu verwechseln mit Fisting-Attacken) eingegeben.
 
Die Liste der Logindaten ist aber auch aus einem ganz anderen Blickwinkel interessant. Das beliebteste Passwort auf der ersten veröffentlichten Liste lautet nämlich "123456". 64 Personen haben diese supergeheime Kombination für den Schutz ihrer persönlichen E-Mails genutzt, gefolgt von "123456789" (18 Personen), "alejandra" (11 Personen) und "111111" (10 Personen). Das kürzeste Passwort war übrigens ein Zeichen, das längste, "lafaroleratropezoooooooooooooo", immerhin 30 Zeichen lang. Traurig aber wahr: Offenbar gibt es für die Sicherheitsanbieter noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten…
 
Einen Erfolg gibt es dafür für die Kolumne von letzter Woche zu vermelden. Da schrieb ich über Oliver Thiel und seine Newsletter vom Portal StayFriends. Meine Beschwerde, dass Oliver, wie sein Pressesprecher, zwar gerne E-Mails verschicke, aber nicht auf Anfragen antworten würde, wurde erhört. Denn noch am gleichen Abend meldete sich Daniel Haidn, "StayFriends Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" in einem Kommentar und gab Hinweise auf seine Kontaktdaten. Was ich natürlich sofort zum Anlass genommen habe, nochmals nachzufragen. Eine Antwort aber ist ausstehend, denn, man kann es sich schon fast denken: Gehört hab' ich, einmal mehr, nichts.
 
Und zum Schluss noch dies: Eine formaler Brief hat schon bei so mancher Beschwerde geholfen. - In Queensland wird ihnen aber auch bei Ausreden gern weitergeholfen. - Aber egal: Eigentlich ist doch sowieso alles Hippiekacke, oder? (BloggingTom)
 
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