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Mittwoch, 10.03.2010
ComCom soll gegen überhöhte Telekom-Gebühren vorgehen können

Heute wurde im Ständerat ein Postulat von Simonetta Sommaruga diskussions- und oppositionslos gutgeheissen. Sie fordert mehr Wettbewerb (und auch mehr Anbieter) im hiesigen Telekom-Markt, damit die Preise sinken. Die Gefahr sei gross, dass sich die Anbieter auf möglichst hohe Terminierungsgebühren einigten.
 
Der Bundesrat soll nun unter anderem prüfen, ob künftig der Regulator (Kommunikationskommission ComCom) gegen überhöhte Terminierungs- und Roaminggebühren vorgehen soll. Die ComCom kann heute bei diesen Gebühren nicht von sich aus eingreifen. Auch der Nationalrat wird sich zu diesem Thema äussern. (mim)

Kommentare:
Christoph Jaggi Dass zumindest die mobilen Terminierungsgebühren für Netzexterne eher üppig bemessen sind, ist schwer wegzudiskutieren. So kostet eine Stunde im Swisscom-Mobile-Netz in etwa gleichviel wie eine Minute aus dem Swisscom-Mobile-Netz in das Orange- oder Sunrise-Mobile-Netz. Und das, obwohl in beiden Fällen mobil terminiert wird. Der Hauptgrund liegt wahrscheinlich im Oligopol der Netzbetreiber.
 
Es fehlt aber bis heute an einem objektiven Massstab, an dem sich die Höhe der mobilen Terminierungsgebühren messen lässt. Ein Kostenvergleich mit anderen europäischen Ländern bringt einem auch nicht unbedingt weiter, da dort die Situation ähnlich ist. Die naheliegende Lösung wäre wohl, einen maximalen Aufschlag (in Prozenten) auf die gegenüber den eigenen Kunden netzintern verwendeten Terminierungsgebühren festzulegen.
 
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