Ein hochsicherer USB-Stick mit einem kompletten virtuellen PC.
Individuelle PC-Oberflächen auf einem USB-Stick zu speichern und so den Business-PC portabel zu machen, ist keine ganz neue Idee. Und seit es USB-Sticks mit genügend hoher Kapazität gibt, sind auch schon vereinzelt solche Sticks mit kompletten virtuellen Maschinen – also Betriebssysteme und Software – aufgetaucht. Aus Langnau kommt nun aber eine Umsetzung der Idee mit einem eigenen Touch, die wir interessant finden: Die Langnauer Nomasis kombiniert die virtuelle Maschine mit einem hochsicheren USB-Stick, um das Konzept auch für Security-bewusste Unternehmen interessant zu machen.
Auf dem "Nomasis PocketRAS" läuft Virtualisierungssoftware von VMWare. Der USB-Stick, auf dem die Daten automatisch und gemäss Nomasis unknackbar verschlüsselt werden, stammt von IronKey. Auf die Daten kann nur zugreifen, wer sich mit dem richtigen Passwort identifiziert. Nach zehn falschen Passworteingaben werden sämtliche Daten auf dem IronKey automatisch gelöscht. Der Stick ist auch gegen äussere Einflüsse robust: Er ist in eine wasserdichte
Metallhülle eingebettet, die ihn auch gegen Sabotage und physische Gewalt schützen soll.
Wenn der PocketRAS an einen PC angeschlossen wird, öffnet sich nach der Passworteingabe der Firmen-PC automatisch in einem separaten Fenster. Dabei kann das System so eingeschränkt werden, dass weder der virtuelle PC Zugriff auf die Daten des privaten Computers hat noch umgekehrt.
Der Kostenpunkt des PocketRAS liegt inklusive Software gemäss Philipp Klomp von Nomasis bei knapp 600 Franken. Der Stick bietet momentan 8GB Speicherplatz, was für auf Windows XP basierende virtuelle Maschinen reicht, aber noch nicht für Vista. Bereits im Frühling wird sich dies gemäss Klomp ändern, wenn eine 16GB-Version des IronKeys erscheint. In Frage kommen aber auch andere Betriebssysteme, sofern sie von VMWare unterstützt werden und auf den Stick passen. (Hans Jörg Maron)