Vierte Streikwoche bei EDS Deutschland.
Bei den deutschen Niederlassungen des IT-Dienstleisters EDS wird auch diese Woche wieder gestreikt. Zum Start der vierten Streikwoche demonstrieren die Beschäftigten von EDS in Rüsselsheim am Montag vor den Opel-Werkstoren. Diese Aktion finde bundesweit bei den Kunden von EDS statt, unter anderem auch bei Opel in Bochum, schreibt die deutsche Gewerkschaft IG Metall in einer Mitteilung.
Morgen und übermorgen sollen die Verhandlungen bei der Einigungsstelle fortgesetzt werden, die über den geplanten Personalabbau und die Integration von EDS in Hewlett-Packard verhandelt. Die Einigungsstelle ist eine Art Schiedsgericht, das dazu dient, gescheiterte Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat zu einer Einigung zu führen.
"EDS spielt ein gefährliches Spiel"IG Metall und ver.di rufen parallel dazu zu weiteren Streiks auf. "Nur der Druck der Streikenden wird Bewegung in die Verhandlungen bringen", sagt Juan-Carlos Rio Antas von der IG Metall. "Die Geschäftsführungen von EDS und HP müssen einsehen, dass sie nur mit Verhandlungen
aus dem Arbeitskampf herauskommen." Thomas Müller von ver.di betont zudem, dass es "sehr wohl" Beeinträchtigungen des Betriebs bei Kunden gegeben habe. "EDS spielt ein gefährliches Spiel", so Müller.
Gemäss den Gewerkschaften haben sich an allen Streiktagen um die 1000 Beschäftigte am Streik beteiligt. IG Metall und ver.di fordern einen Tarifvertrag über Beschäftigungssicherung, Arbeitsbedingungen und eine Entgelterhöhung. EDS hatte nach der Übernahme durch HP im Oktober den Abbau von 1150 Arbeitsplätzen angekündigt. (mim)