Die Forschungsabteilung des Softwarekonzerns Microsoft entwickelt in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich ein neues Betriebssystem. Das im Prototyp-Stadium stehende Betriebssystem, das den Codenamen "
Barrelfish" trägt, soll den Betrieb von Multicore-Umgebungen verbessern. Derzeitige Multicore-Systeme können bei steigender Last einen Leistungsverlust erleiden, weil es schwierig sei, die geteilten Ressourcen sinnvoll zu verteilen, heisst es. "Barrelfish" soll das Problem lösen, indem die Kerne jeweils Informationen über deren Auslastung austauschen und damit die Ressourcen besser verteilt werden können.
Der erste
Snapshot wurde Mitte September veröffentlicht, unterliegt aber dem Copyright von Microsoft und der ETH Zürich. Beobachter vermuten aber, dass "Barrelfish" später unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden könnte, da es einige Bibliotheken des Unix-Derivats BSD enthält. (Tom Brühwiler)