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Montag, 19.10.2009
Hat Apple die iPhone-App der SBB kaltgestellt?

Die "SBB Mobile App", eine Applikation der SBB für das iPhone, ist seit vergangenem Freitag nicht mehr auf Apples iTunes verfügbar, wie das Blog apfelblog.ch berichtet. Mit der Applikation lassen sich Billette für den öffentlichen Verkehr kaufen sowie Reise- und Fahrplaninformationen anzeigen.
 
Die genauen Gründe für das Verschwinden bleiben derzeit im Dunkeln, da die SBB gegenüber dem Blog lediglich wortkarg argumentiert, dass der Download der "Applikationen 'SBB Mobile' und 'SBB Mobile Business' momentan im App Store blockiert" sei. Man arbeite "gemeinsam mit Apple" daran, den Fehler zu beheben und die Applikation wieder anzubieten. Wann das der Fall sei, konnte der Sprecher nicht sagen. Die Argumentation lässt allerdings darauf schliessen, dass es Apple selbst ist, das den Download der Applikation derzeit blockiert. Gegenüber inside-it.ch wollte die SBB bislang keine Stellung beziehen.
 
Damit bleibt auch im Dunkeln, ob die Vermutung des Blogs richtig ist, wonach der Grund für die Entfernung der SBB-Applikation darin liegen könnte, dass Apple gerne an den Billettverkäufen via iPhone mitverdienen möchte. Apple hatte am letzten Donnerstag die "In App Purchase"-Funktion für kostenlose Apps freigeschaltet. Bei Zahlungen, die über das Apple-eigene System abgewickelt werden, behält der Konzern 30 Prozent der Verkaufssumme für sich. Die SBB-Applikation greift jedoch nicht auf diese Funktion zurück. (Thomas Brühwiler)

Kommentare:
Andreas Hobi Es fragt sich, ob die SBB bereit ist, einen so hohen Anteil am Billettpreis an Apple abzugeben. Vielleicht verzichtet das Bahnunternehmen in einem solchen Fall lieber auf diesen Absatzkanal, worunter dann die iPhone-User leiden.

Eric Sutter Wenn das tatsächlich der Grund für das Verschwinden der SBB-Applikation wäre, würde ich mich höchstwahrscheinlich definitiv von Apple-Produkten verabschieden. Und wenn ich die SBB wäre, würde zukünftig keine Apple-Applikationen mehr anbieten.

Peter Schorn Die Funktion In App Purchase ist laut Apple nicht dafür gedacht "to sell real-world goods and services" (abgekürztes Zitat aus dem entsprechenden Quick Reference). Billete dürften wohl darunter fallen.

Thomas Lang Aha, dann dürfte wohl auch die Zeit der coop@home iPhone App gezählt sein.
 
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