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Mittwoch, 09.12.2009
HP-Affäre: Verhaftung und Hausdurchsuchung in der Schweiz

"Untreue zum Nachteil von HP": Es geht um Steuerhinterziehung und Scheinrechnungen. Deliktsumme beträgt 8 Millionen Euro.
 
Heute sind neue Details aufgetaucht zu den Hausdurchsuchungen bei Hewlett-Packard Deutschland von vergangener Woche. Die 'Sächsische Zeitung' berichtet, dass die sächsische Justiz unter anderem in Bayern und in der Schweiz drei Ex-Mitarbeiter von HP verhaften liess. Die drei Inhaftierten sollen nach Sachsen überstellt werden.
 
Fahnder auch in Dübendorf
Wie Anette Nachbar, Director Corporate Communications EMEA bei HP, zu inside-it.ch sagt, gab es auch in Dübendorf Hausdurchsuchungen. Diese fanden bereits vergangene Woche statt.
 
Gemäss Wolfgang Klein, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, wird den drei ehemaligen HP-Angestellten "Untreue zum Nachteil des Konzern" vorgeworfen. Durchsuchungen gab es auch in Böblingen, Dornach und in weiteren Büros im europäischen Ausland.
 
Schaden von 8 Millionen Euro
Insgesamt ermittle die Generalstaatsanwaltschaft gegen zehn amtierende und ehemalige HP-Angestellte der früheren HP-Vertriebstochter International Sales Europe (ISE), die bis 2007 für das Ost- und Südeuropageschäft des Unternehmens zuständig war. Die Region umfasste 99 Länder, die Schweiz war nicht dabei. Ein ehemaliger ISE-Geschäftsführer gehört zu den Verhafteten. HP gilt bei den Ermittlungen als Geschädigter, nicht Beschuldigter.
 
Bei der Affäre scheint es um Steuerhinterziehung und überhöhte Rechnungen zu gehen, die von HP bezahlt wurden. Das Geld sei über Briefkastenfirmen ins Ausland transferiert worden. Die Ermittlungen gehen zurück auf das Jahr 2007. Die Behörden schätzen den Schaden momentan auf 8 Millionen Euro – die Untersuchungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. (Maurizio Minetti)
 
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