Wie die amerikanische 'SD Times' berichtet, hat der Softwareriese Microsoft fast alle seiner Suse-Linux-Enterprise-Server-Subscription-Zertifikate verkauft. Microsoft kaufte die Zertifikate im Jahr 2006 im Rahmen einer Einigung rund um
diverse Patentstreitigkeiten zwischen Microsoft und Novell. Gemäss der damaligen Einigung erhielt Novell eine Vorauszahlung von 348 Millionen vom Softwarekonzern aus Redmond. 240 Millionen Dollar bezog Microsoft als Gutscheine, die an Kunden weitergegeben oder verkauft wurden. Insgesamt 475 Kunden hätten die Gutscheine genutzt, die zu Ein- oder Mehrjahres-Abos für Upgrades, Updates und technischem Support von Novell berechtigen.
Gemäss dem Artikel wurde ein Teil der 348 Millionen Dollar auch in eine gemeinsame Einrichtung, welche sich auf Dokumenten-Interoperabilität und Virtualisierungstechniken konzentriert, investiert. 60 Millionen Dollar seien für die Vermarktung von Linux- und Microsoft-Virtualisierungslösungen und 34 Millionen für das Marketing von gemeinsamen Microsoft-/Novell-Lösungen
eingesetzt worden.
Microsoft hat zudem im August 2008 damit begonnen, ein Support-Programm zu finanzieren. Der Konzern erklärte sich bereit, zwischen 25 und 100 Millionen Dollar zu investieren um weitere Novell-Zertifikate zu kaufen, um migrationswillige Kunden zu unterstützen, die von anderen Linux-Distributionen auf Suse Linux umsteigen wollen. Diese Kunden sollen drei Jahre Support von Novell erhalten. Die "Früchte" dieser Arbeit sollen sich bereits in Novell jüngsten Geschäftszahlen niederschlagen, die noch diesen Monat veröffentlicht werden. (bt)