Draussen herrschen zwar noch mehr als winterliche Temperaturen, aber bei Google hat gestern bereits wieder der "Summer of Code" begonnen. Durch dieses Programm, das dieses Jahr zum fünften mal durchgeführt wird, will Google die Open-Source-Softwareszene fördern. Weltweit sollen rund 1000 Programmiererinnen und Programmierer in Ausbildung, die Lust haben, ernsthaft bei einem Open-Source-Projekt aus der "realen" Welt mitzumachen, mit Mentoren zusammengebracht und finanziell unterstützt werden.
Als Mentoren können Gruppierungen und Unternehmen jeder Art auftreten, die Open-Source-Software-Projekte führen. Wer noch als Mentor-Organisation neu einsteigen will, müsste sich allerdings arg beeilen: Die Anmeldefrist hat gestern begonnen und endet am Freitag. Am 18. März wird Google die teilnehmenden Mentoren auf der
"Summer of Code"-Site publizieren. Danach haben potentielle TeilnehmenInnen zehn Tage Zeit, um mit Mentoren Ideen zu diskutieren. Am 29. März startet ihre Anmeldefrist, die am 9. April endet. Die eigentliche Programmierarbeit dauert vom 24. Mai
bis 16. August. Einen genauen Fahrplan findet man
hier.
TeilnehmerInnen sind meist Informatik-Studenten und –Studentinnen. Google verspricht aber, auch jungen Programmierern mit anderen Ausbildungshintergründen eine Chance zu geben. Pro akzeptiertem Teilnehmer schüttet Google 5500 Dollar aus, wovon 500 Dollar an den Mentor gehen. Wer als ProgrammiererIn die vollen 5000 Dollar einheimsen will, muss sich allerdings reinhängen und das volle Programm, inklusive Evaluationen in der Mitte und am Ende, erfolgreich durchlaufen.
Natürlich ist der "Summer of Code" nicht nur eine selbstlose Förderaktion sondern auch eine Rekrutierungsgelegenheit für Google selbst – der Suchmaschinenriese gibt offen zu, dass man die Resultate auch dazu verwendet, um vielverprechenden Nachwuchs zu identifizieren. (hjm)