Die Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg bündeln ihre IT-Kräfte. Künftig sollen die Informatikdienste Region Rorschach (IDRR) die IT für die drei Gemeindeverwaltungen, die lokalen Schulen, die technischen Betriebe und Heime bereitstellen, wie der Stadtrat von Rorschach mitteilt.
Das Projekt wurde in mehrere Teilprojekte aufgeteilt: von der Klärung der Finanzierung über den Aufbau der Organisation bis hin zur technischen Umsetzung. Die Hauptprojektleitung liege bei der St. Galler Informatikfirma CSP, unterstützt von Projektleitenden aus den Gemeinden selbst. Die Steuerung übernehme ein Gremium aus politischen Vertretungen aller drei Gemeinden. Dieses werde durch Fachpersonen unterstützt .
Gemäss dem Stadtrat wird bis Ende November 2025 ein Konzept für die IDRR erarbeitet und von den politischen Gremien verabschiedet. Danach beginne die technische Umsetzung. Der Zeitplan sieht vor, dass die neue Organisation ihren Betrieb im Sommer 2026 aufnimmt. In einem ersten Schritt werde die IT-Infrastruktur der Gemeinden konsolidiert. Damit werde die Grundlage gelegt für die spätere Harmonisierung der Basis- und Fachapplikationen.
Kosten werden gedrittelt
Die Gemeinden beteiligen sich jeweils mit einem Drittel an den IDRR. Die Kosten für den Aufbau belaufen sich voraussichtlich auf rund 50'000 Franken, sagte Reto Stuppan, Bereichsleiter Finanzen bei der Stadt Rorschach, auf Anfrage des '
St. Galler Tagblatts'.
Gemäss dem Bereichsleiter betreibt Rorschach schon heute eine eigene Serverinfrastruktur. Goldach und Rorschacherberg hätten ihre Informatik beide an Abraxas ausgelagert, wobei die Verträge Ende Jahr respektive Mitte 2026 ausliefen. Sie sollen gemäss der Zeitung aber nicht vollständig gekündigt werden. Die IDRR sollen den Infrastrukturbetrieb übernehmen, Abraxas werde weiterhin für die Fachanwendungen für Personenregister, Steuer- und Finanzdaten zuständig sein.