Die Medienunternehmen CH Media und NZZ sind am Freitag laut eigenen Angaben von Cyberangriffen betroffen gewesen. Der Angriff habe frühzeitig erkannt und isoliert werden können, schrieb die NZZ. Er werde von der IT-Abteilung, externen Spezialisten sowie Experten des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit (NCSC) und der Kantonspolizei Zürich analysiert.
Beim Aargauer Medienhaus CH Media stehen diverse Dienste aktuell nicht zur Verfügung. Darunter das Intranet und die HR-Software. Die Lage bleibe "den ganzen Tag voraussichtlich unberechenbar", zitiert '
Persoenlich.com' aus einer internen E-Mail.
Es war Ransomware
Wie '
Blick' berichtet, sei das eigentliche Ziel die NZZ gewesen und es sei unklar, ob die morgige Printausgabe erscheine, schreibt die Zeitung. So gebe es einen Zusammenhang zwischen dem Angriff auf die NZZ und den Systemausfällen bei CH Media, so der 'Blick'. Grund dafür sei, dass diese teilweise noch dasselbe Netzwerk nutzen würden, da einige Sender bis vor paar Jahren zur NZZ-Mediengruppe gehörten. Auch der Ostschweizer Radiosender FM1 zählt offenbar zu den Opfern. Die Redaktion habe keinen Zugriff mehr auf die Datenbank, in der die Musik gespeichert ist, heisst es.
'Blick' schreibt, es handle sich um einen Ransomware-Angriff und spekuliert, ob dieser mit der Ransomware-Bande Clop in Verbindung stehe, die
aktuell einen Feldzug gegen zahlreiche Firmen führt. CH Media bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA', dass es sich um einen Ransomware-Angriff handelt. Zusammen mit der NZZ werde der Vorfall aufgeklärt.
(Mit Material von Keystone-sda)
Update 16.20 Uhr: Bestätigung von Ransomware eingefügt.