Ergon meldet diesmal moderates Umsatzwachstum

5. Mai 2022, 10:12
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Die Geschäftsleitung von Ergon (v.l.n.r.): Adrian Berger, Hans-Jürg Schneider, Gabriela Keller, Roman Hugelshofer, Heiko Faller. Foto: Ergon

Im 2. Corona-Jahr ist die Zürcher Software-Schmiede zwar nicht zweistellig wie 2020, aber wie budgetiert gewachsen. Fokussiert worden sei die Weiterentwicklung der Organisation.

Der Umsatz 2021 bei Ergon Informatik beläuft sich auf 62,1 Millionen Franken, das entspricht einer Steigerung von 3,8% im Vergleich zum Vorjahr. Das teilt das das Zürcher Softwarehaus mit. Nach dem starken Wachstum 2020 habe man bewusst ein tieferes Wachstum für 2021 budgetiert und in die Weiterentwicklung der Unternehmung investiert.
Nach einem harzenden Geschäftsjahr 2018 fand das Unternehmen 2019 wieder zum Wachstum zurück und legte dann im ersten Corona-Jahr um 13% zu.
Zuletzt sei man im 2021 bei "kontinuierlich tiefer Fluktuation von unter 5%" auch um 34 neue Kolleginnen und Kollegen auf nunmehr 360 Mitarbeitende gewachsen. Zudem seien mit 47 neuen Projekten im letzten Jahr insgesamt 333 Projekte für 260 Kunden umgesetzt worden. Besonders im Bereich Behörden seien neue Aufträge dazugekommen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Exemplarisch für die Weiterentwicklung der Organisation wird auf geplante neue Kollaborationsräume hingewiesen. Gabriela Keller, CEO von Ergon, lässt sich dazu mit den Worten zitieren: "Die Art, wie wir arbeiten, verändert sich fortlaufend: unser Ziel ist, das Beste aus den beiden Arbeitswelten – remote und vor Ort – zu vereinen."
Als Beispiele für Behördenaufträge werden das langfristige Mandat als Digitalisierungspartner der Bundesanwaltschaft und des Bundesamts für Polizei (Fedpol) im Projekt "Joining Forces" genannt. Ein Projekt, das zuletzt wegen Verzögerungen zu reden gab. Verwiesen wird zudem auf den "Blockchain-Leitfaden für die kantonale Verwaltung", den Ergon zusammen mit der Staatskanzlei des Kantons Zürich und dem Blockchain Center der Universität Zürich erarbeitet habe. Ausserdem wird eine Rahmenvereinbarung mit dem deutschen Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern genannt, welche die Lieferung von Airlock-Softwarelizenzen inklusive Softwarepflege und Services umfasst.
Betont wird allerdings, dass man weiterhin breit aufgestellt bleibe. Abgesehen von den Behördenaufträgen und einem Schwerpunkt als Digitalisierer für Banken und Finanzdienstleister wird zur Illustration der Vielfalt auch auf Projekte in Industrieunternehmen und für Arztpraxen-Software hingewiesen. Zudem wird das Innovationsprojekt "Heinzelmännli" genannt, das mit der Universität Zürich, der FHNW, Recapp IT und Innofactory realisiert werde und über einen Sprachassistenten den Geschäftsalltag optimieren will.

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