Abraxas holt sich einen 50-Millionen-Zuschlag der Kapo Zürich

5. Mai 2022, 12:42
  • channel
  • beschaffung
  • abraxas
  • it-dienstleister
image

Der bisherige Anbieter Abraxas wird auch künftig die Applikationen und das Service Desk der Zürcher Kantonspolizei betreiben. Es war die einzige Offerte.

Die Kantonspolizei Zürich hat im August des letzten Jahres den Betrieb des Service Desks sowie den Betrieb von Applikationen ausgeschrieben. Nun wurde der Zuschlag gefällt: Der Auftrag mit einem Volumen von insgesamt bis zu 50,8 Millionen Franken geht an Abraxas. Dabei handelt es sich um die Kosten für Projekt und Betrieb über 8 Jahre, inklusive Optionen, zeigt die entsprechende Publikation auf der Plattform Simap.
Auf unsere Anfrage präzisiert die Kapo Zürich, dass die Investitions- und Betriebskosten für die ersten 5 Jahre 26,7 Millionen Franken betragen würden. Die Betriebskosten für die weiteren 3 Jahre seien praktisch linear. Die Optionen würden vorerst nicht bezogen.
Bei der Beschaffung gehe es um die polizeilichen Fachanwendungen sowie Collaboration-Applikationen, inklusive Mail-Services und Sharepoint, führt die Kantonspolizei aus. Ebenso umfasse die Beschaffung den Betrieb der Basisplattform "Kapo Client" mit Betriebssystem und Standard-Anwendungen wie Windows 10, MS Office, Adobe Reader und weitere.

Abraxas einziger Bewerber

Abraxas war der einzige Anbieter, der eine Offerte eingereicht hat, zeigt die Zuschlagspublikation. Auf unsere Frage, warum nur ein Angebot eingegangen sei, schreibt die Kapo, dass die Eignungskriterien so gewählt worden seien, "dass auch Anbieter ohne Polizei-IT-Erfahrung teilnehmen konnten". Die Unterlagen seien von diversen weiteren möglichen Anbietern heruntergeladen worden. Über die Gründe der Nicht-Teilnahme dieser Anbieter würden keine Informationen vorliegen.
Abraxas war bereits für den Betrieb der Anwendungen und des Service Desk zuständig, bestätigt uns die Kantonspolizei. Aus der Publikation eines Zuschlags im Jahr 2019 geht hervor, dass Abraxas für die Kapo unter anderem den Betrieb der Arbeitsplätze und der Peripheriegeräte sowie Fachapplikationen innehat. Hinzu kommen verschiedene Koordinationsaufgaben sowie Service Desk und Pikett. Es handelte sich damals um die Verlängerung eines Rahmenvertrags. "Diese IT-Dienstleistungen werden neu spezifiziert und bis Ende 2023 sukzessive neu vergeben", erklärte die Kapo 2019.


Loading

Mehr zum Thema

image

Atos lehnt Übernahmeangebot des Konkurrenten Onepoint ab

Der kriselnde Konzern sollte für seine Cybersecurity-Sparte 4,2 Milliarden Euro erhalten. "Nicht im Interesse der Stakeholder", sagt der Verwaltungsrat.

publiziert am 30.9.2022
image

Softwareone erhält an einem Tag 2 Freihänder für fast 14 Millionen Franken

Der Stanser IT-Dienstleister ist bei Swissgrid Reseller für Standardsoftware und kann fürs Stadtzürcher OIZ die Lizenzen für die Microsoft-EDR-Lösung liefern. Dafür kassiert Softwareone Millionen.

publiziert am 30.9.2022
image

ALV braucht IT-Know-how für bis zu 55 Millionen Franken

In 8 Arbeitsgebieten sucht das Seco Digitalisierungs-Knowhow für die RAVs und die Arbeitslosenversicherung.

publiziert am 30.9.2022
image

All for One legt Schweizer Töchter zusammen

Die beiden SAP-Dienstleister Process-Partner und ASC werden zu All for One Switzerland.

publiziert am 29.9.2022