Aggressive Rabatte der "Grossen" belasten GGA Maur

9. Juni 2022, 08:30
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Die Genossenschaft erwirtschaftete 2021 mehr Gewinn. Tiefe Preise der grossen Telcos führten aber zu Umsatzein­bussen.

GGA Maur beschreibt das Geschäftsjahr 2021 in einer Mitteilung als "ausserordentlich". Unter dem Strich habe man ein gutes Ergebnis erzielt, so der Telekomanbieter. Die beiden im Jahr 2020 eingeführten Produkte "All" und "You" würden das Geschäft weiterhin positiv beeinflussen.
Im Kernmarkt um den Greifensee sei die Kundenzahl insgesamt stabil geblieben, schreibt die Genossenschaft. Anspruchsvoll sei das Business aber in den Open-Access-Gebieten in Zürich, Winterthur und Meilen. Dort würden grössere Telekomanbieter mit tiefen Preisen und aggressiven Rabatt-Angeboten den Markt unter Druck setzen. Man habe in diesen Gebieten 2021 Umsatzeinbussen verzeichnet, so GGA Maur.
Der Gewinn 2021 belief sich auf über 830'000 Franken. Er ist aber durch Sondereffekte geprägt, geht aus der Mitteilung hervor. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten und Engpässen bei Lieferanten habe man gewisse Investitionen nicht getätigt. Dies wolle man im laufenden Jahr nachholen, um die Qualität der Netze zu verbessern und das Angebot weiter auszubauen.
Für das Jahr 2022 rechnet GGA Maur mit einem weiterhin hohen Wettbewerbsdruck. Auch die Lieferkettenprobleme würden möglicherweise noch anhalten, wie der Anbieter mit Standort in Binz schreibt.
Seit 2021 sind die Services von GGA Maur nun auch in Wallisellen und Dübendorf verfügbar. Man verzeichne dort eine gute Entwicklung der Kundenzahlen. Insgesamt will der Anbieter auf qualitatives Wachstum in den Heimmärkten rund um den Greifensee setzen, wo man auch vom anhaltenden Bevölkerungswachstum profitieren könne.

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