AHV und IV sparen Geld dank digitalen Rechnungen

29. April 2022, 08:44
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Foto: Andreas Fischinger / Unsplash

Die EFK sieht Fortschritte bei der Digitalisierung der Sozialversicherungen. Die Bearbeitung von Rechnungen kostet weniger und geht schneller.

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat eine Nachprüfung der Behandlung und Kontrolle von Rechnungen für Leistungen der AHV und der IV durchgeführt. 2017 stellte die Aufsichtsbehörde bei den Versicherungen eine Verzögerung bei der Digitalisierung der Rechnungsverarbeitungsprozesse fest und sprach dabei mehrere Empfehlungen aus. Rund 70% der Rechnungen gingen damals noch in Papierform ein.
Bei Kontrollen der IV-Stellen und der Zentralen Ausgleichsstellen (ZAS) wurden 2017 Doppelspurigkeiten festgestellt. Die EFK hielt damals fest, dass sich durch eine höhere Effizienz bis zu 3 Millionen Franken hätten einsparen lassen. Der Anteil der digitalen Rechnungen nahm dabei gemäss EFK stetig zu. Während im Jahr 2017 erst 30% aller Rechnungen digital abgewickelt wurden, waren es 2020 schon die Hälfte.
Die Prüfenden zeigten sich im aktuellen Bericht nun erfreut darüber, dass die zugewiesenen Aufgaben und Rollen zwischen den ZAS und den IV-Stellen klarer definiert wurden und dass ein neuer Ansatz gewählt wurde, der nicht mehr zwischen Rechnung in digitaler oder in Papierform unterscheidet. Durch die Massnahmen konnte die Dauer für die Rechnungsverarbeitung von 90 auf durchschnittlich noch 26 Tage verkürzt werde, so die EFK.
Insgesamt stellte die Aufsichtsbehörde fest, dass "Fortschritte erzielt wurden": 4 der 7 Empfehlungen von 2017 seien umgesetzt worden und die übrigen 3 teilweise. Zudem wurde festgehalten, dass die IV-Stellen die digitale Fakturierung fördern und auch entsprechende Lösungen anbieten. Hervorgehoben wurde auch ein Projekt, bei dem die Versicherten ihre Kosten direkt online erfassen können. Als Zielvorgabe nannte die EFK das Jahr 2025: Bis dahin sollen 85% aller Rechnungen elektronisch verarbeiten werden.

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