Airtags: Apple will Missbrauch eindämmen

14. Februar 2022, 10:59
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Đức Trịnh / Unsplash

Das Apple-Gadget wurde von Kriminellen für Stalking genutzt. Jetzt stellt der Konzern ein erstes Update bereit und ein zweites, wichtigeres, in Aussicht.

Eigentlich sind die Airtags von Apple eine praktische Sache: Die rund Zweifränkler-grossen runden Gadgets helfen einem dabei, verloren geglaubte Schlüssel, das Smartphone oder das Portemonnaie wiederzufinden.
Es wurde jedoch schnell klar, dass die seit April 2021 erhältlichen Airtags auch missbraucht werden können. Sie landeten unbemerkt in Handtaschen oder wurden an teuren Autos befestigt, um die Besitzerinnen und Besitzer zu verfolgen oder sogar zu stalken.
In einem kürzlich veröffentlichten Blogpost geht Apple jetzt erstmals auf das Problem ein. Man habe von Berichten gehört, wonach Airtags für böswillige oder kriminelle Zwecke missbraucht worden seien. "Nach unserem Kenntnisstand und nach Gesprächen mit den Strafverfolgungsbehörden sind Vorfälle von Missbrauch mit Airtag selten, dennoch ist jeder Fall ein Fall zu viel", schreibt Apple. Unerwünschtes Tracking sei ausserdem seit langem ein gesellschaftliches Problem.

Die wichtigen Neuerungen kommen erst später

Man habe jetzt Möglichkeiten gesucht, um Betroffene besser vor unerwünschtem Tracking zu schützen. Zunächst sollen Nutzerinnen und Nutzer beim Einrichten eines neuen Airtags einen Hinweis erhalten, dass "Tracking von Personen ohne deren Zustimmung in vielen Regionen der Welt eine Straftat ist" und "dass Strafverfolgungsbehörden Informationen zur Identifizierung von Besitzern eines Airtags anfordern können".
Im Laufe des Jahres sollen ausserdem weitere Updates folgen. Geplant ist laut Apple, dass unbekannte Airtags in Reichweite lokalisiert werden können. Zudem sollen auf diesen Airtags Töne abgespielt werden können, damit diese leichter gefunden werden.
Die nützlichen Updates bringt Apple also erst "im Laufe des Jahres". Warnhinweise einzublenden, dass man Airtags nicht missbrauchen soll, ist zwar gut gemeint, hindert aber Kriminelle kaum daran, sie für ihre Zwecke einzusetzen. Erst die Lokalisierung von fremden Airtags kann wirklich helfen.

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