AMD und Nvidia hoffen auf Geschäfte mit KI-PCs

18. April 2024 um 11:52
image
Illustration: Nvidia

AMD versucht es mit neuen CPUs, Nvidia mit einer "KI-Grafikkarte".

AMD hat zwei neue CPU-Familien für sogenannte KI-PCs angekündigt, die Ryzen-Pro-8040-Serie für Business-Laptops und die Ryzen-Pro-8000-Serie. Beide sollen im Laufe dieses Jahres in PCs von beispielsweise HP und Lenovo erhältlich werden. Beide Prozessoren werden in 4-Nanometer-Technologie gefertigt und sollen es ermöglichen, grosse Sprachmodelle und andere KI-Applikationen lokal auf PCs zu betreiben.
Auch Nvidia möchte im Bereich der KI-PCs mitmischen, versucht es aber naturgemäss nicht mit CPUs, sondern mit einer Grafikkarte, die auch KI-Anwendungen beschleunigen soll. Die RTX-A400-Karten sollen die RTX-400-Familie ergänzen. Sie werden laut Nvidia 24 für KI-Workloads konzipierte Tensorkerne enthalten und damit deutlich mehr Leistung bringen, als CPUs für KI-PCs von Intel oder AMD. Die Nvidia-Karten dürften aber auch deutlich mehr kosten.

Nachfrage eventuell bei Unternehmen

Das eigentliche grosse Geschäft für Chiphersteller liegt gegenwärtig bei den KI-Beschleunigerkarten für die Server, auf denen die grossen KI-Services wie ChatGPT, Google Gemini, Microsoft Copilot oder Midjourney trainiert und betrieben werden. Von der unheimlichen Nachfrage auf diesem Gebiet profitiert gegenwärtig vor allem Nvidia.
"KI-PCs" sind ein vergleichsweise noch sehr kleines Geschäftsfeld. Dabei handelt es sich um Desktops und Laptops, die geeignet sind, um lokal KI-Anwendungen wie beispielsweise grosse Sprachmodelle oder Bildgeneratoren mit einem vernünftigen Tempo ausführen zu können. Während sich die allermeisten Heimanwender mit den Online-Services begnügen dürften, könnte in Zukunft bei Unternehmen und Behörden möglicherweise eine Nachfrage nach solchen PCs entstehen. Damit könnten sie ihren Angestellten KI-Tools zur Verfügung stellen, ohne dass die eingegebenen Daten auf die Server von Google, OpenAI oder Microsoft und Co. wandern.

Loading

Mehr erfahren

Mehr zum Thema

image

Rivella modernisiert Datenspeicherung mit HPE.

Als bei Rivella das wichtige Storage-System erneuert werden musste, implementierte Bechtle zwei HPE Alletra Storages mit der HPE GreenLake Technologie und übernahm den Service dazu. Das neue System von Hewlett Packard Enterprise überzeugt durch herausragende Leistung bei hoher Datenverfügbarkeit.

image

Meta gibt seinen Slack-Konkurrenten Workplace auf

Einst hegte der US-Konzern grosse Pläne für den Kollaborationsdienst, in zwei Jahren ist aber Schluss. Meta will sich auf KI und das Metaverse fokussieren.

publiziert am 15.5.2024
image

Google: KI-Suche und eine Antwort auf ChatGPT-4o

Die mit KI angereicherte Suche wirft ernste Fragen für Site-Betreiber auf. Google kündigte auch viele weitere KI-Neuerungen an.

publiziert am 15.5.2024
image

Machen xAI und Oracle bei KI gemeinsame Sache?

Gerüchten zufolge will das KI-Startup von Elon Musk GPU-Server bei Oracle mieten. Dafür sollen 10 Milliarden Dollar fliessen.

publiziert am 15.5.2024