Anzahl IT-Beschäftigte in der Schweiz ist rückläufig

23. Februar 2024 um 13:05
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Midjourney

Seit rund einem Jahr geht die Anzahl der Angestellten im IT-Bereich zurück. Das Bundesamt für Statistik erwartet zwar einen Aufschwung, aber gleichzeitig wollen mehr Unternehmen Stellen abbauen.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat das Beschäftigungsbarometer für das vierte Quartal 2023 veröffentlicht. Es zeigt die Entwicklung der Anzahl Stellen in der Schweiz. Für das ganze Land ist die Entwicklung positiv. Verglichen mit dem Vorjahresquartal vermeldet das BFS 1,7% mehr Stellen und 9% oder 10'900 weniger offene Stellen.
Im Bereich IT bzw. "Informationstechnologische und Informationsdienstleistungen", wie das BFS den Bereich nennt, sieht die Entwicklung indes weniger positiv aus: Für das vierte Quartal weist die Behörde 134'300 Beschäftigte aus, was den tiefsten Wert des ganzen Jahres darstellt. Seit dem ersten Quartal 2023 mit 137'100 Beschäftigten ist die Zahl bis zum Jahresende kontinuierlich gesunken. Zugenommen hat indes der Frauen-Anteil.
Zum Bereich "Informationstechnologische und Informationsdienstleistungen" gehören laut der BFS-Definition vor allem Dienstleistungen im ICT-Bereich, daneben aber unter anderem auch Mitarbeitende in Nachrichtenbüros. Die Zahlen weisen deshalb eine gewisse Unschärfe auf. Dass die Richtung aber stimmt, zeigen auch aktuelle Arbeitslosenzahlen von IT-Fachleuten.



Bei den offenen Stellen hat das BFS ebenfalls einen Rückgang festgestellt: Für das 4. Quartal 2023 zählte die Behörde mit 4100 offenen Stellen fast einen Drittel weniger als im Vorjahresqaurtal. Anfang 2023 wies das BFS noch 5000 offene IT-Stellen aus.

Widersprüchliche Aussichten für 2024

Für 2024 erwartet das BFS insgesamt eine Zunahme der IT-Beschäftigten. Der Indikator der Beschäftigungsaussichten ist im Bereich "Informationstechnologische und Informationsdienstleistungen" im vierten Quartal 2023 mit einem Wert von 1,13 so hoch wie in keiner anderen Branche. Ein Wert über 1 bedeutet dem Amt zufolge, dass im nächsten Quartal eine Zunahme der Gesamtbeschäftigtenzahl erwartet werden dürfe.
Demgegenüber steht eine vom BFS veröffentlichte Befragung von Unternehmen, die im vierten Quartal 2023 negativere Erwartungen zeigen als im Jahr zuvor. Konkret erwarten nur noch 28,5% statt 30,5% der vom BFS befragten Unternehmen eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl. Eine gleichbleibende Beschäftigtenzahl erwarten 2023 knapp zwei Drittel der Unternehmen (63,5%) statt 59,1% Ende 2022. Und heute rechnen 4% der befragten Firmen mit einer Reduzierung der Beschäftigtenzahl, statt nur 3,1% im Jahr zuvor.

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