Apple feilt an Details

7. Juni 2022, 09:30
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Neuer Prozessor für Macs, stärkere Integration und ein passwortloses Anmeldungssystem für Apple-Geräte, mehr Infos auf iPhone-Sperrbildschirmen und einiges mehr.

Apple setzt im Wettbewerb mit Android-Smartphones und Windows-PCs auf mehr Leistung und ein besseres Zusammenspiel seiner Geräte. Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC kündigte der Konzern unter anderem einen neuen Prozessor für seine neuen Mac-Computer an. Eine Mixed-Reality-Brille von Apple, über die schon seit Jahren spekuliert wird, wurde allerdings auch diesmal wieder nicht vorgestellt.
Die an der Konferenz vorgestellten nächsten Generationen der Laptops Macbook Air und Macbook Pro bekommen als erste den neuen M2-Prozessor. Das neue Chipsystem soll bei gleichem Stromverbrauch mehr Leistung als Apples erster M1-Chip bieten.
Unter anderem hat der M2 ein Viertel mehr Transistoren, wie der zuständige Apple-Manager Johny Srouji sagte. Mit dem M1 kehrte Apple den Prozessoren des Branchenriesen Intel den Rücken zu und brachte alle seine Geräte vom iPhone bis zum Mac auf eine gemeinsame technologische Basis.

Verzicht auf Passwörter

Mit der Funktion Passkeys sollen Nutzer von Apple-Geräten auf Passwörter verzichten können. Statt Passwörtern wird dabei ein Krypto-Schlüssel zur biometrischen Anmeldung mit der Gesichtserkennung FaceID oder dem Fingerabdruck erstellt.
Diese Krypto-Schlüssel können quer über verschiedene Apple-Geräte und dank der Kooperation mit anderen Unternehmen auch plattformübergreifend geteilt werden. Der Vorteil des Verfahrens ist laut Apple, dass dabei keine Passwörter erstellt werden, die sich von Dienst zu Dienst wiederholen oder von Hackern mit Hilfe von Phishing-Mails erbeutet werden können.

Mehr "Macht" für Carplay

Eine grosse Änderung bereitet Apple für seine Auto-Software Carplay vor. Bisher war sie dafür da, Inhalte von einem iPhone auf den Infotainment-Bildschirm zu bringen. Die kommende Version soll nun aber auch Zugriff auf Auto-Funktionen wie die Steuerung der Klimaanlage bieten – und auch das komplette Instrumenten-Cluster zum Beispiel mit der Geschwindigkeits-Anzeige betreiben können.
Erste Fahrzeuge, für die dies möglich ist, sollen aber erst Ende des kommenden Jahres vorgestellt werden. Unter den Herstellern, die laut Apple bei dem Projekt mitmachen, sind Mercedes, Audi und Porsche sowie Ford, Renault, Nissan und Volvo.
Google arbeitet bereits seit Jahren daran, neben seiner Carplay-Konkurrenz Android Auto den Herstellern auch eine Android-Version für Fahrzeug-Funktionen anzubieten.

iOS 16

Für das iPhone bringt das neue Betriebssystem iOS 16 unter anderem mehr Möglichkeiten zur Personalisierung des Sperrbildschirms mit Widgets für Funktionen wie die Anzeige der Wettervorhersage. Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android können schon lange Widgets im Sperrbildschirm anzeigen. Apple wird Entwicklern auch eine Live-Schnittstelle anbieten, über die zum Beispiel die Ankunftszeit eines Fahrdienstes oder der Spielstand bei einem Spiel auf dem Sperrbildschirm in Echtzeit angezeigt werden können.
In Apples SMS-Alternative Messages wird man Nachrichten künftig nachträglich korrigieren und zurückziehen können. In der Karten-App wird man Routen mit bis zu 15 Stopps planen können. Apps können künftig Bilder aus Apples "Look Around"-Strassenansichten integrieren – was zum Beispiel Immobilien-Anwendungen zugutekommt. Die Apple Watch wird in Zukunft auch Schlafphasen aufzeichnen und die Nutzer erinnern können, ihre Medikamente einzunehmen.
Mit der neuen App "Freeform" will Apple eine Art digitales Whiteboard bieten, auf dem mehrere Nutzer geräteübergreifend nicht nur Text, sondern auch Zeichnungen, Fotos und Videos teilen und bearbeiten können.

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