Apple muss 50 Millionen Dollar zahlen – wegen Butterfly-Tastatur

21. Juli 2022, 09:40
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Die Tastatur eines Macbook Pro aus dem Jahr 2016. Foto: Jasper Garratt / Unsplash

Die seit 4 Jahren andauernden Probleme mit der Butterfly-Tastatur kosten den Konzern jetzt 50 Millionen Dollar. Betroffene User werden entschädigt.

Der Anfang dieser Geschichte liegt 4 Jahre zurück: Im Mai 2018 wurde Apple von frustrierten Macbook-Usern mit einer Sammelklage eingedeckt. Die "Butterfly"-Tastatur des Geräts sei unzuverlässig, einzelne Buchstaben würden abfallen und manchmal passiere beim Tastendruck schlicht gar nichts. Also forderten die User Schadenersatz.
Wenig später gestand Apple die Probleme mit der Tastatur ein. "Ein kleiner Prozentsatz der Tastaturen in bestimmten Macbook-, Macbook-Air- und Macbook-Pro-Modellen kann eines oder mehrere Probleme aufweisen." Betroffene Anwender konnten sich damals einzelne Tasten oder die ganze Tastatur kostenlos ersetzen lassen.
Auch heute dürften betroffene Macbooks Air und Pro noch vielerorts im Einsatz sein. Die jüngsten wurden im Jahr 2019 auf den Markt gebracht. Dementsprechend hat Apple jetzt den eingangs erwähnten Rechtsstreit mit einem Vergleich beigelegt. Wie 'Reuters' berichtet, hat Apple zugestimmt, insgesamt 50 Millionen Dollar an Betroffene auszuzahlen. Jede Besitzerin und jeder Besitzer erhält dem Bericht zufolge je nach Problem mit einem betroffenen Modell bis zu 395 Dollar.
Der erzielte Vergleich gilt nur für Kunden, die zwischen 2015 und 2019 in 7 US-Bundesstaaten (Kalifornien, Florida, Illinois, Michigan, New Jersey, New York und Washington) Macbook-, Macbook-Air- oder Macbook-Pro-Modelle gekauft haben. Schweizer User sind auch heute noch für einen kostenlosen Austausch berechtigt. Wer für die Reparatur seiner Tastatur bezahlt hat, kann ausserdem eine Rückerstattung beantragen.

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