Keine Weihnachten mehr für Apple-Fanboys (und -girls)

BloggingToms Woche im Cyberspace LVII
 
Für Apple-Fans kommt es vor Weihnachten zappendüster. So kündigt der Konzern unter applecanceledchristmas.com nicht nur an, dass es in Zukunft keine Weihnachten mehr gäbe, sondern, noch schlimmer, wohl auch keine MacWorld mehr. Zumindest keine mehr mit Apples Beteiligung. Kommt dazu, dass Steve Jobs noch nicht mal an der kommenden, in rund drei Wochen stattfindenden MacWorld eine Keynote halten will und den Platz an Apples Marketingchef Phil Schiller weitergeben will.
 
Das sind wahrlich traurige Nachrichten und man fragt sich natürlich sofort, was da dahinterstecken möge. Gibts von Apple in absehbarer Zeit einfach keine neuen Geräte mehr? Oder ist gar Steve Jobs' Gesundheitszustand an allem schuld? Alles Quatsch, sagt CNBC-Reporter Jim Goldman und will erfahren haben, dass der Rückzug nicht an Jobs' Bauchspeicheldrüsenkrebs liege, sondern vielmehr eine strategische Entscheidung sei. Und gegenüber Reuters vermeldete Apple sogar den Grund, warum Jobs keine Lust hat, an der kommenden MacWorld seine Keynote zu halten: "it doesn't make sense for us to make a major investment in a trade show we'll no longer be attending". Der eine will also nicht mehr und der andere darf als Lückenfüller abgestempelt für einmal auf die grosse Bühne (aber dabei wahrscheinlich nichts substanzielles sagen).
 
Doch eigentlich hat das, zumindest für mich, eigentlich nur Vorteile. Zumindest ein Event weniger, wo im Vorfeld nicht alle Zeitungen, Zeitschriften, Blogs und Twitter voll sind von Lobpreisungen für den Konzern aus dem kalifornischen Cupertino.
 
Und zum Abschluss der letzten Kolumne dieses Jahres noch dies: Eine Sensation war die diesjährige Verleihung des "Worlds Greatest Business-Award". Zum ersten Mal in der Geschichte des Preises wurde nämlich eine Online-Redaktion ausgezeichnet. Danke an alle, die dies möglich gemacht haben. Noch sind wir nicht über Google, aber etwas Platz hat es ja noch. Apropos Google: Wer ein Buch schreibt, muss nicht immer eine Ahnung haben, worüber er schreibt. Aber in der Zeit vor Weihnachten darf man auch mal vergeben. So wie diese kleine Softwareschmiede. Zumindest so lange es den Weihnachtsmann noch gibt...
 
In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch! (BloggingTom)