Die Orbit ist tot - lang lebe das "Event"

An die Stelle der Informatik-Messe Orbit tritt ein 36-Stunden-Anlass. Vieles am Konzept von "Community36" erinnert an 'Finance Forum' und die ERP-Messe Topsoft.
 
Morgen Freitag ist der letzte Orbit-Tag. Der letzte nicht nur für dieses Jahr, sondern für immer. An die Stelle der in den letzten Jahren stetig geschrumpften Messe sollen nächstes Jahr ein "Event" und eine "Community" treten. Das "Event" soll eine Messe sein, ohne einer Messe zu gleichen - grundsätzlich das richtige Konzept, wie es die sehr erfolgreiche Veranstaltung 'Finance Forum' zeigt.
 
Trotzdem war an der heutigen Präsentation des Konzepts in Halle 3 der Orbit nichts über Inhalte von "Community36" zu hören. Kein Wort darüber, wie "Community36" auch nur Zipfelchen an gesellschaftlicher Relevanz zurückgewinnen und wie das "Event" technologieaffine Anwender aus dem breiten Publikum wie auch beruflich mit Informatik konfrontierte Businessleute anlocken soll.
 
Dafür hörten wir etwas über die Form und den Preis: "Community36" wird 36-Stunden (Non-Stop) dauern und es wird Stände und "Speaker Corners" sowie einen Kongress mit den gewohnten Organisatoren geben. Orbit-Chef Giancarlo Palmisano nannte bei seiner kurzen Präsentation des Konzepts auch den Preis: 1000 Franken wird der Quadratmeter kosten. Diese Preismarke war denn auch die konkreteste Information, die heute - am zweitletzten Tag der Orbit - zu erfahren war. (Christoph Hugenschmidt)