Bund virtualisiert (einige) Desktops

Bei den Schweizerischen Bundesbehörden wird ein kleiner Teil der Desktops virtualisiert. Das Projekt, das durch das ISC-EJPD, den Informatik Leistungserbringer des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements und Siemens Switzerland realisiert wird, basiert nicht auf Virtualisierungsprodukten der bekanntesten Anbieter VMware oder Citrix sondern auf der Software "Flex" von Double-Take.
 
Wie Double-Take mitteilt, betrifft das Projekt etwas über 200 Standorte im In- und Ausland, darunter Botschaften, Flughäfen, Zollstationen und Polizeistellen. Neben Standorten des EJPD sind also auch einige Standorte des Departement für auswärtige Angelegenheiten und des Finanzdepartements involviert. Je nach Standort sollen bis zu 20 und insgesamt rund 1000 Desktop-Arbeitsplätze virtualisiert und auf Double-Take-Flex-Servern innerhalb der einzelnen Niederlassungen betrieben werden. Die Server wiederum werden vom ISC zentral verwaltet.
 
Laut Double-Take soll an den betroffenen Arbeitsplätzen eine hochgradig sichere, eng kontrollierte Desktop-Umgebung zur Verfügung gestellt werden, die gleichzeitig zentral verwaltet werden kann.
 
Mit Flex können Clients über iSCSI, also Ethernet oder SAN, auf ein Betriebssystem-Image (Windows XP, Vista oder 7) zugreifen, das auf einem Server lagert. Dabei basieren die Desktop-Sessions nicht auf individuellen Images sondern auf jeweils einem einzigen, zentral verwalteten Master-Image. (hjm)