Orange zwischen Steinzeit (Edge) und Zukunft (LTE)

Mobilfunknetz wird erneuert.
 
Orange will in den nächsten zwei Jahren über 3000 GSM-Basisstationen und gesamthaft über 2100 3G-Basisstationen ("Nodes B") aufrüsten, womit die Abdeckung verbessert werden soll. Dazu gehören neue Mobilfunksoftware-Versionen und operative Betriebssupportsysteme. Der Telco verspricht zudem einen Kapazitätsausbau entlang der SBB-Hauptlinien. Kunden sollen nach Angaben von Orange schon dieses Jahr vom Ausbau profitieren. Details zu möglichen Angeboten nannte das Unternehmen aber nicht.
 
Mit dem Ausbau kommt nun auch die Datenübertragungstechnologie Edge bei Orange an. Der drittgrösste Schweizer Mobilfunkanbieter wird sein GSM-Netz modernisieren - "und als schöner Nebeneffekt führen wir … Edge ein, womit auch in ländlicheren Gebieten ohne 3G-Abdeckung mobil gesurft werden kann", wie Gabriel Flichy, VP Network & IT von Orange Schweiz, in einer Mitteilung zitiert wird. Zum Vergleich: Swisscom und Sunrise setzten bereits 2005 auf Edge.
 
Bei Orange schaut man aber durchaus auch in die (Telekom-)Zukunft, denn der UMTS-Nachfolger LTE steht vor der Tür. Das Unternehmen erklärt auf Anfrage, die geplante Aufrüstung sei "LTE-fähig" und werde von Nokia Siemens Networks (NSN) gebaut. Wann Kunden über LTE surfen können, steht aber noch in den Sternen. Angekündigt wurde auch die Technologie HSPA+, die theoretische Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 42 Mbit/s ermöglicht.
 
Orange will insgesamt über die nächsten fünf Jahre rund 700 Millionen Franken in den Netzausbau investieren. (mim)