Neues zu Windows 8 durchgesickert

Noch ist das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8 in einer sehr frühen Phase, mit der ersten Beta-Version dürfte erst im Herbst 2011 zu rechnen sein, mit dem eigentlichen Verkaufsstart nicht vor Ende 2012. Wie eine Vorabversion auf der Computex Taipei 2011 vor wenigen Wochen enthüllte, soll sich das Design der Oberfläche stark an dem des Windows Phone 7 orientieren. 'Redmondpie.com' hat nun ein weiteres Detail entdeckt. Es geht dabei um eine Entwicklerversion mit dem Namen "Milestone 3, Build 7989", die im Web und bei Windows-Enthusiasten mehr und mehr im Umlauf ist und diskutiert wird.
 
Zu den neuen Funktionen, die da zutage treten, gehören eine per Touch oder Cursor bedienbare virtuelle Bildschirmtastatur, die Möglichkeit, einzelne Features zu lizenzieren und SMS-Unterstützung. Was die Per-Feature-Lizensierung angeht, ist 'Redmondpie.com' bei der Recherche auf einen Code gestossen, der auf einen App Store hindeutet und nahelegt, dass Kunden künftig Windows 8 als Basis-OS erwerben und sich dann bestimmte Applikationen oder Funktionen hinzukaufen können.
Auf der Windows-Gerüchteseite 'winrumors.com' findet sich ein Video von einem Tom Warren zur neuen virtuellen Tastatur. Diese soll anders als die Bildschirmtastatur für Windows 7 den ganzen Bildschirm füllen und auch Split-Screen unterstützen. Wie bei dem mobilen Betriebssystem Windows Phone 7 sollen die angeklickten Buchstaben hochpoppen und auf Wunsch sogar hörbar. Ausserdem lässt sich die Tastatur auch ganz einfach auf die Eingabe von Emoticons umstellen. Es handelt sich dabei um eine moderne Version der 1964 erfundenen Smileys.
 
SMS und Geo-Location soll das neue Betriebssystem auch unterstützen. Wenn da mal nicht Ärger mit Apple vorprogrammiert ist, denn Mac OS X Snow Leopard bietet genau die Möglichkeit, nachzuprüfen, wo sich das Gerät befindet, auch wenn das gerne damit begründet wird, dass der Nutzer so das Betriebssystem nicht mehr auf die jeweils andere Zeitzone umstellen muss. Den SMS-Support wertet Concalo Ribeiro von 'Redmondpie.com' als Zeichen, dass Microsoft mit der neuen Windows-Version nicht nur auf PCs zielt. Es gebe keinen Grund, warum 3G-fähige Tablets oder Netbooks nicht in der Lage sein sollten, SMS zu versenden oder als Telefon benutzt zu werden. SMS und Geo-Location-Services hat Ribeiro aus Twitter-Meldungen eines Windows-Fans namens Thomas Hounsell ausgegraben. Wie Screenshots von Quellcodes zeigen, lassen sich alle neuen Funktionen auch belegen.
 
Auf 'winrumors.com' findet sich aus dem neuen "Build 7987"-Leck zudem auch Beleg für Unterstützung der Microsoft-eigenen Virtualisierungssoftware Hyper V Version 3.0 und das virtuelle Festplattenformat .VHDX mit Speicherkapazitäten von bis zu 16 Terabyte statt bisher 2 TB. Ferner soll das System auch Prozessoren mit mehr als vier Kernen unterstützen sowie die Speicherzuweisung gemäss NUMA (Non-Uniform Memory Architecture), bei der jeder Prozessor seinen eigenen Speicher hat, über Distributed Shared Memory diesen aber auch anderen CPUs zur Verfügung stellen kann. (kh)