Motorola soll seine Patente verkaufen

Investor Carl Icahn will Geld sehen.
 
Der US-amerikanische Milliardär und Investor Carl Icahn fordert von Motorola Mobility die umfangreiche Patentsammlung zu verkaufen. Wie Icahn, mit mehr als 11 Prozent Aktienanteil grösster Aktionär von Motorola Mobility, in einer Eingabe an die US-Börsenaufsicht SEC schreibt, habe er während zwei Tagen Gespräche mit der Konzernspitze geführt. Dabei sei es darum gegangen, "Alternativen" betreffend dem Patent-Portfolio von Motorola in Bezug auf die Erhöhung der Shareholder Values zu finden.
 
Icahn schreibt, dass Motorolas Patentpaket viel grösser sei als dasjenige von Nortel, das vor kurzem für 4,5 Milliarden US-Dollar verkauft wurde. Ausserdem halte Motorola viele Patente zur 4G-Technologie, die derzeit begehrt seien. Motorola kommentierte Icahns Vorstoss damit, dass man die strategischen Vorgaben ständig überprüfe und Möglichkeiten evaluiere. Gerade die jüngsten Fortschritte seien aber genau auf die von Icahn angesprochenen 4G-Patente zurückzuführen.
 
Motorola Mobility entstand aus der Aufsplittung von Motorola in zwei eigene Gesellschaften - eine für das Geschäft mit Smartphones, die andere für digitale Unterhaltungssysteme. Die Mobile-Gesellschaft hält rund 17'000 Patente, weitere 7'500 sind beim Patentamt hängig. (bt)