Festplattenproduktion in Thailand läuft wieder an

Lieferengpässe werden aber noch mindestens bis März 2012 dauern.
 
Der US-amerikanische Festplattenhersteller Western Digital (WD) hat am vergangenen Mittwoch die Produktion im thailändischen Werk in Bang Pa-in teilweise wieder aufgenommen. Das Werk sei seit 15. Oktober rund 180 Zentimeter unter Wasser gestanden, am 17. November leergepumpt und am 26. November wieder mit Strom versorgt worden, teilt das Unternehmen mit. Die zweite Fabrik in Navanakorn sei derzeit noch mit rund 60 Zentimeter Wasser überflutet, soll aber in den nächsten zehn Tagen ebenfalls leergepumpt und wieder in Betrieb genommen werden.
 
Mitte November hatte Western Digital mit Hilfe von Tauchern Equipment für die Herstellung von "Head Slidern" aus der Fabrik in Bang Pa-in bergen lassen. Dieses und nun weiteres geborgenes Material werde derzeit gereinigt und für den Wiedereinsatz bereitgestellt. WD rechnet damit, ab März 2012 die Produktion dieser Teile in Bang Pa-in wieder aufnehmen zu können. Gleichzeitig eröffnet das Unternehmen eine weitere Fabrik für "Head Slider" in Penang, Malaysia.
 
Mit Lieferengpässen im Harddisk-Bereich sei bis mindestens im März des kommenden Jahres zu rechnen, so WD weiter. So sollen zwar rund 120 Millionen Festplatten ausgeliefert werden, die Nachfrage von rund 180 Millionen Stück kann damit aber nicht befriedigt werden.
 
Trotz der Schwierigkeiten blickt Western Digital in finanzieller Hinsicht wieder optimistischer auf das laufende Quartal. So rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 1,8 Milliarden Dollar und einer Bruttomarge zwischen 18 bis 23 Prozent. Unter dem Eindruck der Überschwemmungen rechnete WD vor einigen Wochen noch mit einem Umsatz zwischen 1,05 und 1,25 Milliarden US-Dollar. (bt)